Chile
Bürgermeister jagt James Bond

Ein rachsüchtiger Bürgermeister hat in Chile die Dreharbeiten zum neuen James-Bond-Film mit Hilfe seines Geländewagens gestoppt. Offenbar hatte das Filmteam mit der Dekoration der Kulisse einen empfindlichen Nerv getroffen.

HB SANTIAGO DE CHILE. Das Filmteam des neuesten James-Bond- Streifens „Quantum of solace“ hat in Nordchile unfreiwillig einen Lokal-„Rambo“ auf den Plan gerufen. Die Crew dekorierte Häuser und Straßen so, dass sie wie in Bolivien liegend erschienen. Das kam bei einigen Chilenen gar nicht gut an. Die Filmarbeiten mit Hauptdarsteller Daniel Craig seien gerade in einer stillgelegten Bahnstation in vollem Gange gewesen, als der Bürgermeister eines kleinen Dorfes ohne Vorwarnung mit seinem Jeep mitten in die Szenerie raste, berichteten nationale Medien am Dienstag.

Carlos López hätte fast noch zwei Menschen überfahren, bevor er gestoppt und von der Polizei festgenommen werden konnte. Auch Anwohner hätten gegen die „bolivianische“ Dekoration demonstriert. Bolivien verlangt seit langem die Rückgabe von Territorien im heutigen Nordchile, die es in einem Ende des 19. Jahrhunderts verlorenen Krieg eingebüßt hatte. Die Mehrzahl der Chilenen vor allem in der betroffenen Region lehnen dies entschieden ab.

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