Darmkeime
Französische Patienten mit Ehec-Erreger infiziert

Angeblich kommen die Sprossensamen, die in Frankreich für mehrere Ehec-Fälle sorgen aus Großbritannien. Das berichtet die französische Regierung.
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ParisDer lebensgefährliche Ehec-Erreger ist auch bei zwei Patienten in Frankreich festgestellt worden. Gesundheitsbehörden registrierten in der Stadt Bordeaux insgesamt zehn Fälle von Ehec-Infektionen. Bei zwei von ihnen sei derselbe Erreger wie in Deutschland festgestellt worden, teilten die Behörden am Freitag mit. Sieben Personen wurden demnach am Freitag noch im Krankenhaus behandelt. In Verdacht stehen nach offiziellen Angaben Bockshornklee-, Senf- und Rucolasprossen, die von der britischen Firma Thomson & Morgan in Ipswich geliefert wurden. Die Firma war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

In Deutschland hatten die Behörden ebenfalls Sprossen für den Ehec-Ausbruch in den vergangenen Wochen verantwortlich gemacht. Das Robert-Koch-Institut zählte bis zum Freitag 3717 Erkrankungen an Ehec oder dem daraus entstehenden hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Mehr als 40 Patienten sind demnach bisher daran gestorben.

In Frankreich hatte vor den zehn Erkrankungen in Bègles bei Bordeaux bereits ein Ehec-Ausbruch bei Kindern im nordfranzösischen Lille Schlagzeilen gemacht. Dort sollen Hamburger-Buletten der Supermarktkette Lidl der Verursacher sein, die mit Fleisch aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden in Frankreich produziert wurden. Vier Kinder, die davon gegessen hatten, lagen am Freitag noch im Krankenhaus, eines in kritischem Zustand.


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