Die meisten der Passagiere kamen aus Zypern - Terroranschlag ausgeschlossen
Flugzeugabsturz fordert 121 Todesopfer

Unter rätselhaften Umständen ist ein zyprisches Passagierflugzeug mit 121 Menschen an Bord am Sonntag in den Bergen nördlich von Athen zerschellt. Es gab offenbar keine Überlebenden. Beide Piloten waren bewusstlos, als sich das Unglück ereignete. Dramatische Situationen sollen sich vor der Katastrophe in dem Flieger abgespielt haben.

HB ATHEN. Das Flugzeuge der Gesellschaft Helios war in Larnaca gestartet und sollte über Athen nach Prag fliegen. Die Betreiber des Flughafens von Larnaca teilten mit, offenbar sei es im Cockpit zu einem Druckabfall gekommen.

Dem Crash waren dramatische Minuten vorausgegangen: Nach dem Abbruch des Funkkontakts stiegen Kampfflugzeuge auf. Einer der Kampfflieger konnte durch die Scheiben den in seinem Sitz zusammengesackten Co-Piloten erkennen. Einem Polizeisprecher zufolge waren 115 Passagiere - darunter mindestens acht Kinder - und sechs Besatzungsmitglieder an Bord der verunglückten Maschine. Medienberichten zufolge setze ein Passagier per SMS noch eine Abschiedsbotschaft vor dem Absturz ab.

Das Flugzeug zerschellte in einer unwegsamen, gebirgigen Gegend etwa 40 Kilometer nördlich von Athen ab. „Die Rettungsmannschaften setzen die Suche fort, es ist aber kaum zu erwarten, Überlebende zu finden“, sagte der Sprecher der griechischen Feuerwehr. „Ich habe viele Leichen über ein Gebiet verstreut gesehen“, sagte ein Augenzeuge. „Alle trugen Sauerstoffmasken. Das Heck war abgetrennt und die übrigen Teile der Unglücksmaschine waren etwa 500 Meter weiter einen Abhang heruntergerollt.“

Augenzeugen sagten, dass niemand den Unfall überlebte. „Hier brennt alles. Überlebende haben wir nicht gefunden,“ sagte ein Feuerwehrmann. Die Maschine vom Typ Boeing 737-300 ist auf einer felsigen Hügellandschaft rund 10 Kilometer nordöstlich des Flughafens Athens bei der Kleinstadt Grammatiko zerschellt. Es mussten Löschhubschrauber eingesetzt werden, um den Brand zu löschen.

Der Bürgermeister von Grammatikos, Georgios Papageorgiou, meldete sich von der Unfallstelle. „Überall sind Trümmer, der Rumpf ist total zerstört“, sagte er. „Das Flugzeugwrack stürzte in eine Schlucht. Nur das Heck ist noch zu erkennen.“

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