Die schärfsten Kritiker kommen aus Deutschland
Porträt: Joseph Ratzinger, der Bewahrer

Der Sohn eines Gendarmeriemeisters aus Marktl am Inn hatte schon als kleiner Junge den Wunsch, Kardinal zu werden. Nach Theologie- und Philosophiestudium wurde er 1951 zu Priester geweiht, mit nur 30 Jahren habilitierte er und wurde Dogmatik-Professor an der Freisinger Hochschule. Die Wissenschaft hatte ihn gepackt, später lehrte er in Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg. 1977 wurde er zum Erzbischof von München und Freising berufen, wenig später zum Kardinal.

Der ganz große Karrieresprung kam 1981. Papst Johannes Paul II. berief Ratzinger nach Rom. Der Posten des Präfekten der Glaubenskongregation war dem kühlen und strengen Denker wie auf den Leib geschrieben. Mit dem Papst sprach Ratzinger Deutsch - aber auch ansonsten lagen die beiden in Glaubensfragen strikt konservativen Männer auf einer Wellenlänge.

In Deutschland gilt der Mann mit den eisgrauen Haaren schlichtweg das Symbol für Dogmatismus und Konservatismus. In vielen Ländern wird er, trotz mancher Kritik, dagegen einfach als „Bewahrer“ angesehen - was in Zeiten dramatischen gesellschaftlichen Wandels durchaus anerkennend gemeint ist.

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