Disketten mit sensiblen Daten abhanden gekommen
US-Atomlabor wegen Pannen geschlossen

Aus dem Atomlabor Los Alamos sind mehrmals wichtige Daten verschwunden. Der Direktor legte die Einrichtung nun vorübergehend still.

HB BERLIN. Wegen wiederholter Sicherheitspannen ist das amerikanische Atomforschungslabor Los Alamos bis auf weiteres geschlossen worden. «Dies ist eine Maßnahme, um sicher zu stellen, dass das Labor die nationalen Sicherheitsanforderungen erfüllt», teilte Direktor Pete Nanos den Beschäftigten mit.

Erst in der vergangene Woche waren zwei Datenträger verschwunden, auf denen Angaben zu einem Versuch gespeichert waren. Nanos sagte, es gebe in der Institution «Cowboys», die nicht sachgerecht mit sensiblem Material umgingen. Möglicherweise müsse er Mitarbeiter entlassen, um die Schlampereien zu stoppen.

Der Direktor kündigte eine Untersuchung an, an der sich auch zwei hochrangige Beamte des US-Energieministeriums beteiligen werden. Im Mai waren dem Labor bereits andere Daten abhanden gekommen, die vernichtet werden sollten. Insgesamt gingen in diesem Jahr bislang neun Disketten und ein weiterer Datenträger mit vertraulichen Informationen verloren.

Zudem hatte sich am vergangenen Mittwoch eine Mitarbeiterin bei einem Unfall mit einem Laser schwer am Auge verletzt. In Los Alamos war die erste Atombombe der USA gebaut worden.

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