„Dr. Tod“ Aribert Heim
Nazi-Jäger glaubt nicht an Tod von NS-Verbrecher

Der Leiter des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem, Ephraim Zuroff, zweifelt die Berichte über den angeblichen Tod des NS-Kriegsverbrechers Aribert Heim an. Er hege den Verdacht, dass der Heim-Sohn Rüdiger die ganze Sache orchestriert und die Informationen an die Medien gegeben habe.

HB TEL AVIV. Nazi-Jäger Ephraim Zuroff glaubt nicht daran, dass der NS-Verbrecher Aribert Heim schon lange tot ist: "Wir haben kein Grab, wir haben keine Leiche, wir haben keine DNA", sagte Zuroff in Jerusalem. Die "New York Times" und das ZDF hatten zuvor berichtet, dass der frühere KZ-Arzt bereits am 10. August 1992 im Alter von 78 Jahren in Kairo an den Folgen eines Krebsleidens gestorben sein soll. Er soll dort unter dem Tarnnamen Tarek Farid Hussein in einem Hotel gelebt haben.

Zuroff sagte, vor fünf Monaten habe Rüdiger Heim noch gesagt, dass er keinen Kontakt zu seinem Vater gehabt habe. "Entweder hat er damals gelogen oder er lügt heute." Aus seiner Sicht beweisen die Angaben nur, dass Heim in Ägypten gelebt hat. Dies sei aber bekannt gewesen.

Der NS-Kriegsverbrecher Aribert Heim wurde am 28. Juni 1914 im österreichischen Radkersburg geboren. Wegen seiner extremen Grausamkeit wurde er in Nazi-Konzentrationslagern "Dr. Tod" genannt. Heim praktizierte nach dem Krieg als Gynäkologe in Bad Nauheim und Baden-Baden. Nach Angaben des Wiesenthal-Zentrums gelang es ihm 1962, nach einem Tipp vor der Festnahme zu fliehen. Er wurde aufgrund eines Haftbefehls des Landgerichts Baden-Baden international gesucht.

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