Dreister Angestellter
Banker lässt 4,3 Millionen Dollar mitgehen

Dreister geht es kaum: In Pappkartons hat ein US-Bankangestellter einen Millionenbetrag aus dem eigenen Institut geraubt. Die anschließende Flucht ging von Alaska bis Mexiko. Bemerkt wurde das Ganze erst Tage später.
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AnchorageAuf ganz altmodische Art hat ein Bankangestellter im US-Staat Alaska seinen Arbeitgeber bestohlen: Er nahm die Geldbündel einfach mit. Der 26-Jährige Gerardo Valenzuela legte nach Angaben der US-Bundespolizei FBI die Geldscheine im Wert von 4,3 Millionen Dollar in leere Pappkartons und fuhr sie auf einem Rollwagen aus dem Safe der KeyBank in Anchorage. Am 1. August wurde er in Mexiko festgenommen und am Mittwoch in Anchorage angeklagt.

Valenzuela betrat nach Aussage einer FBI-Ermittlerin am 29. Juli, einem Freitag, am frühen Abend den Safe und füllte die mitgebrachten Pappkartons mit Geld. Eine gute Viertelstunde später verließ er die Bank wieder und lud die Kisten in sein Auto. Zuhause legte er das Geld in mehrere Koffer und flog mit einem zuvor bestellten Privatjet nach Seattle, wo seine Freundin ihre Familie besuchte. Dort kaufte Valenzuela ein Auto und eine automatische Waffe und fuhr mit seiner Freundin nach Mexiko.

In Mexiko stieg das Paar in einen Bus um. Ein Kontrollpunkt wurde Valenzuela zum Verhängnis: Er musste seine Koffer öffnen und die Beamten fanden Waffen, Munition und rund 3,8 Millionen Dollar in bar. In Anchorage konnten seine Kollegen unterdessen den Safe nicht öffnen, weil ein Zeitschloss eingeschaltet worden war. Erst einen Tag später konnte der Safe geöffnet werden und der Diebstahl wurde bemerkt. Valenzuela drohen bei einer Verurteilung bis zu 30 Jahre Haft. Seine Freundin wusste nach Einschätzung der Ermittler nichts von der Tat.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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