Ein-Kind-Politik unter Druck
Neureiche Chinesen leisten sich ein zweites Kind

Jahrzehntelang hat es geholfen. Mit Androhung von Strafzahlungen konnte die chinesische Regierung im bevölkerungsreichsten Staat der Erde erfolgreich seine Ein-Kind-Politik durchsetzen. Doch die Verhältnisse haben sich geändert und neureiche Chinesen haben jetzt vielmehr eine Sache mehr wofür sich Geld ausgeben lohnt.

HB PEKING. Die Behörde zur Bevölkerungskontrolle in China hat sich besorgt über eine zunehmende Geburtenrate geäußert. Als Gründe wurden ein früheres Heiratsalter auf dem Land und die Missachtung des Gesetzes zur Ein-Kind-Familie durch Neureiche genannt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag meldete.

Der steigende Wohlstand bringt einige Paare offenbar dazu, die für ein zweites Kind fällige Strafe in Kauf zu nehmen. Nahezu zehn Prozent der Neureichen entschließen sich Xinhua zufolge sogar zu einem dritten Kind. Auf dem Land führt die traditionelle Bevorzugung eines Sohnes dazu, dass viele Paare nach der Geburt einer Tochter ein weiteres Kind bekommen wollen.

Mit 1,3 Mrd. Menschen - rund 20 Prozent der Weltbevölkerung - ist China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit der Ende der 70er Jahre eingeführten strikten Bevölkerungspolitik will die Regierung das Bevölkerungswachstum bis 2010 auf 1,36 Mrd. und bis 2020 auf 1,45 Mrd. begrenzen.

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