Einsturzgefahr besteht nicht
Experten schließen Abriss der Brücke nicht aus

Die Staus rund um Köln könnten demnächst noch länger werden. Die Wiehtalbrücke bei Köln-Olpe muss eventuell abgerissen werden.

HB GUMMERSBACH. Eine akute Einsturzgefahr bestehe zwar nach dem Brand eines Treibstofflasters nicht, erklärte Bernhard Meier vom nordrhein- westfälischen Landesbetrieb Straßen in Köln. „Die Statik der Brücke könnte aber beeinträchtigt sein. Deshalb können wir nicht ausschließen, die Brücke komplett abzureißen." Am Donnersstag war auf dem Übergang ein Auto in einen Tanklaster gerast.

Experten untersuchten die Wiehltalbrücke auf der A 4 bei Köln-Olpe mit Spezialgeräten. Der Treibstoff-Lastwagen habe am Donnerstag fast eineinhalb Stunden lang mit hoher Temperatur gebrannt, sagte Meier. Dadurch könne ein wichtiger Stahlträger verformt worden sein. „Die Autobahn A 4 muss bis auf weiteres gesperrt werden. Selbst wenn die Brücke noch zu reparieren ist, wird das mindestens drei Monate dauern.“ Überregionaler Verkehr solle die A 4 bei Gummersbach großräumig umfahren, riet die Autobahnpolizei.

Ein Wagen war am Donnerstag in den Tanklaster mit mehr als 30 000 Litern Treibstoff an Bord gerast, der Laster wurde lenkunfähig und stürzte die Brücke hinab in die Tiefe. Der Transporter brannte völlig aus, der Fahrer kam ums Leben.

Gegen die beiden festgenommenen Insassen des Wagens ermittelt nun die Kölner Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Die 25 und 29 Jahre alten Insassen sollten noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden, wie Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt sagte. Die Bewohner der Ortschaft unter Brücke konnten unterdessen wieder in ihre Häuser zurückkehren. Der Tanklaster war in der Nähe ihrer Ortschaftt ausgebrannt.

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