Ennepetal
Geiselnehmer in die Psychiatrie eingewiesen

HB ENNEPETAL. Der Geiselnehmer von Ennepetal ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Das teilte am Mittwoch ein Sprecher des Amtsgerichts Schwelm mit. Bei seiner Vernehmung hatte der Geiselnehmer zuvor weitere Geiselnahmen angedroht, falls er wieder auf freien Fuß komme.

Der Hagener Staatsanwalt Wolfgang Rahmer berichtete, der 50-jährige Iraner habe bei den Vernehmungen erklärt, er werde solange Kinder in seine Gewalt bringen, bis seine Forderung erfüllt worden sei, seine Familie aus dem Iran nach Deutschland zu holen.Er habe bereits mehrfach versucht, Kinder zu entführen, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Doch sei dies zuvor immer an den Umständen gescheitert.

Mit zwei Messern bewaffnet, hatte der 50-Jährige am Dienstag in Ennepetal-Voerde einen Schulbus überfallen und sich danach mit vier Schülerinnen im Alter von 11 bis 16 Jahren im Keller eines Einfamilienhauses verschanzt. Erst nach fünf Stunden gelang es einem Spezialeinsatzkommando der Polizei, den Iraner zu überwältigen. Bei der Geiselnahme wurde eines der vier Mädchen leicht verletzt. Die anderen kamen mit dem Schrecken davon.

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