Entscheidung des Justizministeriums
US-Piloten des Privatjets dürfen Brasilien nicht verlassen

Nach der Kollision zweier Flugzeuge über dem brasilianischen Regenwald dürfen die Piloten des beteiligten Privatjets das Land vorerst nicht verlassen. Ein Gericht im Staat Mato Grosso wies die Polizei an, die Pässe der beiden Amerikaner zu beschlagnahmen. Es gebe Hinweise, dass der Zusammenstoß von dem Embraer-Legacy-Jet verursacht worden sein könnte, erklärte eine Sprecherin des Justizministeriums am Dienstag mit.

HB RIO DE JANEIRO. Die Zeitung „O Globo“ meldete am Dienstag unter Berufung auf Ermittler, es gebe „starke Indizien“, die Unglücksmaschine sei in der Luft mit der kleineren Maschine vom Typ Embraer Legacy zusammengestoßen, weil der amerikanische Embraer-Pilot Anweisungen der Fluglotsen nicht befolgt und Kommunikationssysteme ausgeschaltet habe.

Am Montag hatte „O Globo“ berichtet, fehlende Absprachen der Flug- Kontrolle hätten das schwerste Flugzeugunglück in der Geschichte Brasiliens ausgelöst. Das Blatt berief sich dabei auf einen anonym zitierten Experten der brasilianischen Luftverkehrskontrolle. Danach stieß die Boeing 737-800 mit dem kleineren Flugzeug zusammen, weil beide über dem Bundesland Pará in einer so genannten Grenzregion flogen, die sich zwei Kontrolltürme teilten. Diese hätten sich über die beiden Flüge nicht abgestimmt. Eine entscheidende Rolle bei den Ermittlungen werden die beiden Flugschreiber spielen, die im Urwald gefunden wurden.

Die Passagiermaschine der brasilianischen Gesellschaft Gol war am Freitag nach dem Zusammenstoß mit der Embraer Legacy in 11 000 Metern Höhe nahe eines Indio-Schutzgebiets im Bundesstaat Mato Grosso abgestürzt. Bei den Bergungsarbeiten fanden Soldaten im abgebrochenen hinteren Rumpfstück des Flugzeugs am Montagabend (Ortszeit) rund 100 Leichen, berichteten brasilianische Medien.

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