Erhöhte Ansteckungesgefahr für Menschen
Vogelgrippe-Erreger ist mutiert

Der Vogelgrippe-Erreger ist Experten zufolge in Asien mutiert und erhöht damit die Gefährdung des Menschen durch die Tierseuche.

HB JAKARTA. Wissenschaftler in Vietnam schlugen am Montag Alarm: Sie stellten Veränderungen an dem gefährlichen Virusstrang H5N1 fest, die zu einer hohen Ansteckungsgefahr für Menschen führen können. Sollte der Virus die Fähigkeit erlangen, wie eine Grippe von Mensch zu Mensch überzuspringen, droht eine weltweite Epidemie mit Millionen Toten. Taiwan meldete derweil mit dem Virusstrang H7N3 einen zweiten Erregertyp, mit dem sich Menschen infizieren können. In Japan wurden Nebenwirkungen des Grippe-Medikamentes Tamiflu diskutiert, das derzeit als eines der wenigen Arzneien gilt, die vor einer massenhaften Verbreitung der Vogelgrippe schützen können. Viele Menschen und Staaten haben die Arznei aus Angst vor einer Pandemie gehortet.

Vietnamesische Wissenschaftler warnten vor dem nächsten Entwicklungsschritt des Erregertyps H5N1. Ihren Forschungen zufolge hat der Virus inzwischen die Fähigkeit erlangt, sich in Menschen oder anderen Säugetieren zu vermehren und so höchst ansteckend zu werden. Die Wissenschaftler des Pasteur-Instituts von Ho-Chi-Minh-Stadt veröffentlichten ihre Ergebnisse auf der Internetseite ihrer Einrichtung. Sie haben den genetischen Aufbau von H5N1-Erregern verglichen, die bei Menschen und Vögeln gefunden wurden.

Das vor dem chinesischen Festland liegende Taiwan entdeckte den Virusstrang H7N3 in Ausscheidungen eines Zugvogels und prüft derzeit, ob der Erreger einheimische Bestände erfasst hat. Der Strang kann der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge wie H5N1 Menschen infizieren. Je mehr Menschen sich mit der Vogelgrippe anstecken, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Erreger auf menschliche Grippe-Viren trifft und von ihnen die Fähigkeit übernimmt, sich massenhaft zu verbreiten.

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