Erneuter Versuch der Eltern gescheitert
US-Gericht lehnt erneute Anhörung im Koma-Fall ab

Ein US-Bundesberufungsgericht hat es abgelehnt, sich erneut mit dem Fall der Komapatientin Terri Schiavo zu befassen. Damit scheiterten ihre Eltern am Mittwoch erneut bei ihrem Versuch, eine Wiederaufnahme der Künstlichen Ernährung der 41-Jährigen vor Gericht zu erzwingen.

HB ATLANTA. Schiavo ist inzwischen seit zwölf Tagen ohne Wasser und Nahrung. Eine kleine Kammer von drei Richtern hatte es in der vergangenen Woche abgelehnt, eine Wiederaufnahme der künstlichen Ernährung der Frau anzuordnen. Das Gericht wies nun einen Antrag der Eltern ab, sich in der großen Kammer von zwölf Richtern mit der Frage zu befassen. Medizinern zufolge dürfte Schiavo in den kommenden Tagen sterben.

Am 18. März hatten die behandelnden Ärzte Schiavo die Magensonde entfernt, mit der sie bis dahin künstlich ernährt wurde. Nach siebenjährigem Rechtsstreit vor Gerichten auf Bundes- und Landesebene hatte ihr Ehemann das Recht zugesprochen bekommen, die Sonde entfernen zu lassen. Er hat geltend gemacht, seine Frau hätte in ihrem Zustand nicht weiterleben wollen. Terri Schiavo liegt seit 1990 nach einem Herzinfarkt mit schweren Hirnschäden im Wachkoma.

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