Fachleute warnen vor Krebs erregenden Stoffen
Möglicherweise giftige Wolke über Brüssel und Umgebung

Die Rauchwolke aus einem Fabrikbrand im Nordosten von Brüssel, die auch nach Deutschland hinein zieht, ist möglicherweise gefährlicher als bisher vermutet. Fachleute warnten am Donnerstag im flämischen Rundfunk vor Krebs erregenden Stoffen in dem Qualm. Das Feuer sorge für einen höheren Gehalt von Feinstäuben in der Luft, die möglicherweise Giftstoffe enthalten.

HB BRÜSSEL. Die Behörden hatten nach Luftmessungen erklärt, es bestehe keine akute Gefahr für die Gesundheit. Dennoch warnte der Toxikologe Jan Tytgat von der Universität Löwen in der Zeitung „De Morgen“ vom Donnerstag: „Die Resultate geben nur eine Momentaufnahme wieder. Es ist gut möglich, dass es höhere Spitzenwerte gab, und manche Menschen haben schon seit Tagen Beschwerden.“

Die flämische Gesundheitsministerin Adelheid Byttebier warnte im Rundfunk vor dem Verzehr von Gartengemüse aus dem betroffenen Gebiet. Eine direkte Gefahr gehe von dem Rauch nach den vorliegenden Messergebnissen aber nicht aus, bekräftigte die Ministerin. Das Feuer war erstmals in der vergangenen Woche bei Abbrucharbeiten in einer ehemaligen Kokerei ausgebrochen. Zwar bekam die Feuerwehr den Brand bald unter Kontrolle. Wenige Tage später brach das Feuer aber erneut aus. Die stinkenden Rauchschwaden zogen in Richtung Osten ab und waren noch jenseits der deutsch-belgischen Grenze in Nordrhein-Westfalen zu riechen.

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