Falsche Offizierin
Israel hat seinen weiblichen „Hauptmann von Köpenick“

Fünf Jahre lang hat eine heute 24 Jahre alte Israelin das Militär des Landes genarrt: Ausgestattet mit einer perfekt nachgemachten Uniform, ging sie als angebliche Offizierin in Kasernen und Stützpunkten ein und aus. Dabei schreckte die Frau auch nicht davor zurück, in den Krieg zu ziehen.

HB JERUSALEM. Wie die „Yedioth Achronot“ berichtet, wurde die Frau am Dienstag von der Polizei in Jerusalem festgenommen. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung stellten die Beamten nicht nur falsche Uniformen und Waffen sicher, sondern auch zur Geheimsache erklärte Landkarten, die sie bei ihren „Besuchen“ in Stabsquartieren mitgenommen hatte. Mit einer Sturmgewehr-Attrappe und ihrer Uniform schloss sich die Frau im vergangenen Sommer sogar einer aktiven Artillerie-Einheit in Nordisrael an.

Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, hatte sich die Frau während ihres Grundwehrdienstes um eine Militärlaufbahn beworben, war aber wegen mangelnder Eignung abgelehnt und sogar aus der Armee entlassen worden. Als Reaktion darauf baute sie sich ihre eigene Parallel-Welt mit falschen Militär-Utensilien und regelmäßigen Aufenthalten in echten Armee-Einrichtungen auf. Sogar ihren virtuellen Aufstieg in der militärischen Hierarchie simulierte die falsche Soldatin: Zuletzt hatte sie sich den Rang eines Hauptmanns verliehen. Als Motiv für ihre Köpenickade gab die junge Frau an, dass sie „sich dabei gut gefühlt“ habe. In Israel gilt die Wehrpflicht sowohl für Männer als auch für Frauen.

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