Falscher Alarm
Flugzeugentführung war Kommunikationspanne

Der Amsterdamer Flughafen in Aufruhr: Zunächst sah alles wie eine Flugzeugentführung aus, auch die Polizei bestätigte eine mögliche Geiselnahme. Doch dann kam heraus: Pilot und Tower hatten sich missverstanden.
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AmsterdamWeil der Funkkontakt zu einer Maschine der spanische Fluggesellschaft Vueling (Iberia-Tochter) abgebrochen war, schlugen Flughafenpolizei und der nationale Koordinator zur Bekämpfung des Terrorismus Alarm. Und das niederländische Verteidigungsministerium setzte zwei F16-Kampfjets ein, die die Maschine das letzte Stück vom spanischen Malaga nach Amsterdam begleiteten. Um 14 Uhr heute war der Airbus A320 in Schiphol gelandet.

Zuvor hatten niederländischen Medien berichtet, dass das Passagierflugzeug mit etwa 180 Fluggästen an Bord entführt worden sei und sogar möglicherweise Geiseln genommen worden seien. Die niederländische Polizei hatte den Bericht bestätigt.

Ein Vueling-Sprecher klärte allerdings auf: Es habe sich um ein „Missverständnis“ zwischen dem Piloten und dem Tower gehandelt. Laut niederländischen Medienberichten wird die Maschine derzeit von Einsatzkräften untersucht. Augenzeugen sahen mehrere Krankenwagen und andere Hilfsdienste.

Am Vormittag war der Flughafen bereits wegen des Funds einer mutmaßlichen Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesperrt worden. „Terminal C ist vorsorglich evakuiert worden“, sagte Flughafensprecherin Marianne de Bie. Es gebe den dringenden Verdacht, dass es sich bei dem Fund um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handele.

„Dies wird sich massiv auswirken. Wir können die Flugzeuge zwar zu einem gewissen Ausmaß woanders parken, aber irgendwann wird es zu Verspätungen und Streichungen kommen“, sagte sie. Schiphol ist Europas fünftgrößter Flughafen mit durchschnittlich 120.000 bis 140.000 Passagieren pro Tag.. Von dem betroffenen Terminal aus werden vor allem Flüge in Länder der Europäischen Union bedient.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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