Favoritensieg beim Grand Prix
No Angels singen für Deutschland

Die No Angles setzten sich am am Donnerstagabend in Hamburg gegen ihre Konkurrenten durch. Dabei glänzten Lucy, Sandy, Nadja und Jessica nicht nur durch einen professionellen Auftritt, sondern auch durch knappe Glitzer-Outfits. Nun müssen sich die No Angels in rund zweieinhalb Monaten beim Finale gegen 23 Konkurrenten aus ganz Europa behaupten.

HAMBURG. Die No Angels vertreten Deutschland beim Eurovision Song Contest am 24. Mai in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Mit ihrer eingängigen Tanznummer „Disappear“ setzten sich die vier Sängerinnen am Donnerstagabend in Hamburg gegen ihre Konkurrenten durch.

Die Fans kürten die No Angels per SMS und Anruf in einem Herzschlagfinale zum Sieger: 50,5 Prozent erhielt die Castingband und lag damit nur knapp vor Musicalsängerin Carolin Fortenbacher.

Nun müssen die No Angels sich in rund zweieinhalb Monaten beim Finale gegen 23 Konkurrenten aus ganz Europa behaupten. Insgesamt treten beim Eurovision Song Contest in diesem Jahr 43 Länder an, so viele wie noch nie zuvor. Erstmals wird es zwei Halbfinals geben. Deutschland ist als großes Land automatisch für das Finale qualifiziert.

Ob der zwar eingängige, aber gewöhnliche Popsong der No Angels gegen ausgefallene Ethno-Pop-Nummern aus Osteuropa oder Spaßbeiträge bestehen kann, bleibt abzuwarten. Roger Cicero hatte im vergangenen Jahr mit seinem Swing-Song „Frauen regier'n die Welt“ trotz eines gelungenen Auftritts nur Platz 19 für Deutschland belegt.

Zunächst freuten sich die No Angels, die vor acht Jahren als erste deutsche Castingband mit dem Hit „Daylight In Your Eyes“ eine Traumkarriere begonnen hatten, über ihren Sieg beim deutschen Vorentscheid. Sie fühlten sich „Grandios“ und sparten nicht mit Lob für ihre Konkurrentin Fortenbacher, die bei ihrer Ballade „Hinterm Ozean“ mit ihrer kraftvollen Stimme überzeugte: Sie sei „wirklich fantastisch“ gewesen, sagten die No Angels.

Zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag war es ein rein weibliches Finale. Die männlichen Konkurrenten waren bereits in der ersten Abstimmungsrunde ausgeschieden. Die Hannoveraner Jungs von Marquess gaben mit „La Histeria“ Latino-Pop zum Besten, ließen aber etwas südamerikanisches Feuer vermissen. Tommy Reeve sang sich selbstverliebt am Flügel mit seinem sanften Song „Just One Woman“ sicher in so manches weibliche Fan-Herz, was ihm aber nicht reichte.

Und die ungewöhnlichsten Teilnehmer, Cinema Bizarre, dürften mit ihrem Elektro-Pop-Rock-Song „Forever Or Never“ ihre Fans begeistert haben, das klassische Grand-Prix-Publikum aber wohl eher nicht. Beim verantwortlichen Norddeutschen Rundfunk (NDR) wird der Freitagvormittag fast ebenso spannend wie der Wettbewerb am Abend.

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