Ferienflieger
Flugzeugabsturz fordert 91 Opfer

Das Flugzeugunglück auf der thailändischen Ferieninsel Phuket hat mindestens 91 Menschenleben gefordert, darunter Dutzende europäische Urlauber. Obwohl Ermittler und Bergungskräfte die ganze Nacht gearbeitet haben, steht auch die genaue Zahl der deutschen Opfer noch nicht fest.

HB PHUKET. Nach dem Flugzeugunglück auf der thailändischen Ferieninsel Phuket ist die Zahl der Todesopfer am Montag auf 91 gestiegen. Unter ihnen sind 55 Ausländer aus zehn verschiedenen Ländern, wie die Fluggesellschaft One-Two-Go Airlines mitteilte. An Bord der Maschine waren 123 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder.

Aus dem verkohlten Wrack wurden am Montag die beiden Flugdatenschreiber geborgen. Die Geräte sollen zur Auswertung in die USA gebracht werden, wie Verkehrsminister Theera Haocharoen am Montag mitteilte. „Wir werden dann hoffentlich in ein paar Wochen die Ursache des Unglücks kennen.“

Weil die Sicht zum Zeitpunkt der Landung so schlecht gewesen sei, habe der Pilot durchstarten wollen, sagte der Generaldirektor der thailändischen Luftverkehrsbehörde, Chaisak Angsuwan. Dabei habe das Flugzeug das Gleichgewicht verloren und sei in zwei Teile auseinandergerissen worden.

Unter den Passagieren waren Touristen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel und Australien, wie der stellvertretende Gouverneur der Provinz Phuket, Worapot Ratthaseema, mitteilte. Im Internet wurden Listen mit den Namen der Passagiere und der Überlebenden veröffentlicht. Nach Informationen des Auswärtigen Amts in Berlin sind unter den Verletzten mindestens vier Deutsche. Von den Verletzten, die im Bangkok Phuket Hospital behandelt werden, sind nach Angaben einer Ärztin fünf Personen in kritischem Zustand. Unter ihnen ist eine Britin mit schwersten Brandverletzungen.

Die Maschine vom Typ McDonnell Douglas MD-82 wurde von der Billigfluglinie One-Two-Go betrieben und kam aus Bangkok. Die One-Two-Go Airlines nahm ihren Betrieb erst im Dezember 2003 auf. Das Unglücksflugzeug wurde aber bereits 1983 gebaut und war seit März dieses Jahres in Thailand im Einsatz.

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