Feuer in Umspannwerk
San Francisco ohne Strom

Eine Stadt ohne Strom. Der Alptraum in den USA. Am Freitag erwischte es San Francisco. Mehr als zehn Prozent aller Haushalte und Unternehmen standen plötzlich ohne Elektrizität da. Ein Feuer hatte eine zentrale Umschaltstation lahmegelgt.
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San FranciscoDie berühmten Cable-Cars blieben mitten auf der Straße stehen, Restaurants mussten schließen, Krankenhäuser sagten Operationen ab, Menschen steckten in Hochhäusern fest, weil die Aufzüge stillstanden, Kühlschränke tauten ab. Ein Stromausfall im Stadtteil Tenderloin von San Francisco hat am Freitag Zehntausende im Dunkeln stehen lassen. Bis zum späten Nachmittag (Ortszeit) sollte der Fehler behoben sein, teilte der Energieversorger Pacific Gas & Electric mit. Grund für die Panne sei der Ausfall eines Hochspannungsschalters in einem Umspannwerk. In der Region seien 90 000 Kunden betroffen gewesen. An zentralen Stellen wurden Notfall-Generatoren aufgestellt.

Die Feuerwehr von San Francisco twitterte, im Zuge des Stromausfalls auf mehr als 100 Notrufe reagiert zu haben. Darunter seien auch 20 Fälle von Menschen gewesen, die in Aufzügen festsaßen. Auf den Straßen wurde der Verkehr händisch von Kontrolleuren geleitet, Geschäfte waren ohne Licht, Bankautomaten nicht funktionsfähig.

Die Infrastruktur in vielen amerikanischen Grußstädten gilt seit langem als hoffnungslos überlastet oder überaltert, Gerade in San Francisco steigt der Stromverbrauch immer schneller an, seit sich zunehmend neue Technologie-Unternehmen ansiedeln und die Bevölkerung stark wächst. Mehrtägige Stromausfälle hatten in der Vergangenheit in den USA zu teilweise chaotischen Zuständen geführt und sind der Alptraum für Polizei und Feuerwehr.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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