Finanzskandal
Paderborner Weihbischof leitet Prüfkommission für Limburg

Die Bischofskonferenz hat nun doch die Namen der Mitglieder der Prüfungskommission verraten, die den Limburger Finanzskandal untersuchen soll. Der Paderborner Weihbischof Manfred Grothe wird die Kommission leiten.
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BonnDer Paderborner Weihbischof Manfred Grothe leitet die Prüfungskommission, die im Bistum Limburg die Kostenexplosion für den Sitz von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst aufklären soll. Neben Bischof Grothe sitzen zwei weitere Kirchenexperten und zudem zwei kirchenexterne Fachleute in dem Gremium, wie die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag in Bonn mitteilte. Ursprünglich hatte die Bischofskonferenz die Mitglieder der Kommission geheim gehalten.

Die Prüfer sollen ermitteln, wieso die Kosten der Bauten auf dem Limburger Domberg auf mindestens 31 Millionen Euro gestiegen sind. Nach Angaben der Bischofskonferenz ist es knapp eine Woche nach Beginn der Prüfung noch nicht möglich, deren Dauer zu schätzen.

Neben Weihbischof Grothe gehören der Münchner Prälat Lorenz Wolff und Michael Himmelsbach, Finanzchef im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg, als kirchliche Vertreter der Kommission an. Bei den beiden übrigen Mitgliedern handelt es sich um den Düsseldorfer Projektmanager Michael Duus und den Kölner Wirtschaftsprüfer Josef Gronemann. Gronemann ist langjähriger Prüfer kirchlicher Einrichtungen, Papst Benedikt XVI. zeichnete ihn dafür vergangenes Jahr mit einem Orden aus.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • +++ Landbesitz der Katholischen Kirche +++

    Ländereien
    Die Kirche - der größte Grundbesitzer der westlichen Welt

    Einige Beispiele:

    Deutschland: Mit 8,25 Milliarden qm größter privater Grundbesitzer 34) S.208 (entspricht gut der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein 34) S.208 oder der Größe von Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen)
    Italien: über 500.000 ha Ackerland
    Spanien: ca. 20 % aller Felder
    Portugal: ca. 20 % aller Felder
    Argentinien: ca. 20 % aller Felder
    England: ca. 100.000 ha
    USA: über 1.100.000 ha Ackerland;

    Weiden und Wälder sind nicht mitgerechnet. 26) S. 429

  • wie ist der Vatikan an sein Geld gekommen
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    Blutgeld durch Inquisition und Hexenbrennen
    Eine der schändlichsten Arten des Vatikans, Blutgeld und Reichtum zu scheffeln,
    war der Raubmord an Andersgläubigen.

    Die Inquisition war eine Raub- und Lynchjustiz im Namen des »rechten« Glaubens.
    Kirchenfürsten haben immer wieder Blutgelder eingestrichen - so exzessiv, dass ein geflügeltes Wort sagte, das schnellste und leichteste Mittel, reich zu werden, sei das Hexenbrennen. 4) S. 7
    Grundlage für die Folterung und Ermordung Zigtausender von Frauen in Europa war 1487 die Billigung des Hexenhammers durch den Papst. 24) S. 193
    Das wahre Gesicht der Inquisition zeigen die Anordnungen von Papst Innozenz III. Er gebot, «das Eigentum der Ketzer zu konfiszieren, zu enteignen und Ketzerkinder zu enterben». 24) S. 193
    Damit das Blutgeld schneller floss und um »belastende Geständnisse« zu bekommen, wurden die Opfer brutalst gefoltert.
    Aus dem Blutgeld konnte z. B. Papst Johannes XXII. im Jahre 1317 sechs neue Bistümer kaufen. 24) S. 193
    Bereits im Jahre 380 bedrohte man Andersgläubige (Ketzer) mit Ausweisung, Verbannung und Konfiskation ihres Vermögens. 24) S. 193
    Man sprach den Andersgläubigen das Recht ab, sich Christen zu nennen, Testamente zu machen oder zu erben, und hatte die Todesstrafe für alle “Abtrünnigen” bereit. 26) S. 475
    Papst Alexander III. befahl auf dem Konzil von Tours 1163 den Fürsten, Andersgläubige einzukerkern und ihr Eigentum zu konfiszieren. 27) S. 562
    Sobald ein der Ketzerei Verdächtigter vorgeladen und verhaftet worden war, wurde sein Vermögen beschlagnahmt - bevor es überhaupt zu einem Prozess kam. Auch daran kann man das Wesen der Inquisition erkennen. 27) S. 565

  • Konzerne
    Der Vatikan ist »größter religiöser Wirtschaftskonzern«

    »Der Vatikan ist heute der größte religiöse Wirtschaftskonzern der Welt und fest engagiert in zahllosen Unternehmen in den Bereichen Immobilien, Plastik, Elektronik, Stahl, Zement, Textilien, Chemie, Nahrungsmittel und Bauwirtschaft.« 3) S. 244 (weitere Fakten zu diesem Thema hier)
    Die dem Vatikan gehörende Firma Italgas hat Tochter-Gesellschaften in 36 italienischen Städten. Der Vatikan mischt mit bei Teer, Eisen, Destillaten, Trinkwasser, Gasherden, Industrieöfen usw. Von den etwa 180 italienischen Kreditinstituten verfügt mindestens ein Drittel über vatikanisches Geld. 3) S. 244
    Der Vatikan besitzt viele einflussreichste römische Banken und ist in Europa, in Nord- und in Südamerika an einer überwältigenden Fülle mächtiger Industrieunternehmen beteiligt, einige gehören sogar weitgehend dem Vatikan, wie z.B. Alitalia oder Fiat. 2) S. 121

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