Flug trotz Fehler
Pilot repariert Flugzeug selbst

Nach siebenstündiger Wartezeit in der Gluthitze der Ferieninsel Menorca schritt der britische Pilot einer Boeing 757 selbst zu tat und reparierte die defekte Computeranzeige seines Flugzeuges. Doch 13 der 200 Passagiere weigerten sich, mit der Maschine nach Hause zu fliegen.

HB/dpa LONDON. Ein britischer Pilot griff aus Verzweiflung zur Selbsthilfe: Er reparierte eine defekte Computeranzeige im Cockpit seiner Boeing 757 selbst und steuerte seine Fluggäste sicher in die Heimat. Wie die Londoner „Times“ am Dienstag berichtete, hatte die Maschine des Reiseveranstalters MyTravel am vergangenen Freitag wegen einer falschen Computeranzeige sieben Stunden lang in glühender Hitze auf dem Rollfeld des Flughafens von Menorca gestanden. Trotz der Parkposition gab der Computer hartnäckig an, dass sich die Boeing in der Luft (airborne) befinde.

Nach der Anpassung eines Sensors im Bugrad war der Fehler behoben, berichtete die „Times.“ Der Pilot habe dann, auf einem Stuhl im Terminal stehend, an seine frustrierten Passagiere appelliert, ihm Vertrauen zu schenken und mitzufliegen. Den Reisenden war klar gemacht worden, dass auf der Ferieninsel alle Unterkünfte ausgebucht waren.

Aber 13 der 200 Fluggäste nach Leeds (Nordengland) flogen nicht mit. „Es war eine Entscheidung zwischen Leben und Tod. Die Vorstellung, in einem Flugzeug zu sitzen, das nicht weiß, ob es sich in der Luft oder am Boden befindet, ist erschreckend“, sagte Familienvater Johnathon McMillan (36) der „Times.“ Laut MyTravel handelte es sich bei dem Fehler „nur um ein defekte Leuchtanzeige.“

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