Frankreich
Zwölf Tote bei Zugunglück in Lothringen

Im französisch-luxemburgischen Grenzgebiet ist ein Doppelstock-Personenzug frontal mit einem entgegenkommenden Güterzug zusammengestoßen. Zwölf Menschen starben, darunter die beiden Lokführer. Offenbar führte ein Fehler bei Bauarbeiten zu der Katastrophe.

HB METZ. Ein aus Luxemburg in Richtung Nancy fahrender Regionalexpress der französischen Staatsbahn SNCF stieß bei Zoufftgen - etwa 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt - frontal mit dem aus Thionville kommenden Güterzug zusammen. Die Lokomotiven waren völlig ineinander verkeilt; den Rettungskräften bot sich ein Bild des Grauens. Hubschrauber brachten die 21 Verletzen in umliegende Krankenhäuser. Mehr als 100 Rettungskräfte aus Frankreich und Luxemburg waren vor Ort, um Tote und Verletzte zu bergen.

Der Unfall habe sich in der Nähe einer Baustelle ereignet, teilte ein Sprecher der SNCF mit. Wegen Bauarbeiten war nur ein Gleis in Betrieb, der Zugverkehr verlief abwechselnd in beide Richtungen. Ersten Untersuchungen zufolge soll eine falsche Weichenstellung auf luxemburgischer Seite den Unfall verursacht haben. Der französische Güterzug habe freie Fahrt gehabt.

Frankreichs Premierminister Dominique de Villepin verschob seine für Mittwochnachmittag geplante Dienstreise auf die Antillen um mehrere Stunden, um sich an der Unglücksstelle über den Unfall zu informieren. Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker sagte, das Unglück sei „eine absolute Katastrophe und ein individuelles Drama, das man überhaupt nicht fassen kann“. Er kündigte an, intensiv zu prüfen, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Daraus würden dann auch die notwendigen Konsequenzen gezogen.

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