Friedhof in Pasewalk
Rosa Gießkannen gegen die Langfinger

Die grünen Gießkannen in Pasewalk sind stets auf wundersame Weise verschwunden. Die Friedhofsverwaltung will dem Diebstahl jetzt Einhalt gebieten - mit einem Farbwechsel.
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PasewalkUm dem Gießkannen-Schwund auf dem kirchlichen Friedhof in Pasewalk (Kreis Vorpommern-Greifswald) Einhalt zu gebieten, hat die Verwaltung jetzt 50 rosa Kannen angeschafft. In den vergangenen Jahren fehlten jeweils im Herbst, wenn die bislang grünen Kannen zum Schutz vor dem Winterfrost eingelagert werden sollten, bis zu zehn Gießkannen, sagte Friedhofschef Karl-Otto Zimmermann am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Einige Exemplare wurden offenbar geklaut. Andere hingegen entdeckte Zimmermann, sobald die Hecken und Büsche auf dem acht Hektar großen Friedhof ihre Blätter verloren: Friedhofsbesucher hatten sie in der Nähe der Gräber ihrer Angehörigen versteckt, um sie stets für sich griffbereit zu haben. „Mir liegt aber daran, dass alle Friedhofsbesucher die Kannen nutzen können“, sagte Zimmermann.

Die rosa Kannen lassen sich nun nicht mehr so leicht im Unterholz verbergen. Außerdem werden sich nun jene Hobbygärtner, die ihren privaten Garten in Pasewalk mit einer rosa Gießkanne bewässern, fragen lassen müssen, woher sie das Behältnis haben.

Zimmermann, der seit 19 Jahren den Friedhof verwaltet, hat die Zehn-Liter-Kannen mit Zustimmung des Kirchgemeinderats bei einem Großhändler besorgt. Als Alternative zu Rosa, so Zimmermann, sei noch Orange im Gespräch gewesen. „Schweinchen-Rosa“ falle jedoch noch mehr auf.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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