Gäfgen hat zunehmend Bezug zur Realität verloren
Lebenslange Haft für Metzler-Entführer gefordert

Nach der Anklage hat auch die Verteidigung lebenslange Haft für den Entführer des Bankierssohns Jakob von Metzler gefordert. Im Gegensatz zu Staatsanwaltschaft und Nebenklage sah der Verteidiger Hans Ulrich Endres bei dem angeklagten Magnus Gäfgen jedoch keine besonders schwere Schuld.

HB/dpa FRANKFURT. Im Falle einer besonders schweren Schuld könnte Gäfgen nach 15 Jahren nicht auf Bewährung entlassen werden.

Der angeklagte Magnus Gäfgen habe den Elfjährigen heimtückisch ermordet, erklärten seine beiden Anwälte am Donnerstag vor dem Frankfurter Landgericht. Verteidiger Hans Ulrich Endres verwies in seinem Plädoyer auf das Geständnis Gäfgens und warf den Anklägern vor, seinen Mandanten im Prozess als „Monster“ dargestellt zu haben.

Der mit Jakob bekannte Angeklagte hatte von Jakobs Eltern 1 Mill Euro erpresst. Gäfgen hatte im Prozess gestanden, den Jungen nach der Entführung im September vergangenen Jahres getötet zu haben. Im Verlauf der Verhandlung räumte er auch...

 
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