Geheimhaltung und Rauchzeichen
Wie eine Papstwahl abläuft

Frühestens 15, spätestens 20 Tage nach dem Tod des Papstes müssen die 117 Kardinäle unter 80 Jahren zur Wahlversammlung - das Konklave - in der Sixtinischen Kapelle in Rom zusammentreten. Ein uraltes Ritual.

HB ROM. Alle Beteiligten sind von der Außenwelt streng abgeschirmt und müssen unbedingte Geheimhaltung schwören. Das Konklave kann Stunden, Tage oder Wochen dauert. Die Abläufe und Regeln hat Papst Johannes Paul II. 1996 in dem Apostolischen Schreiben „Universi Dominici Gregis“ festgelegt.

Nicht präzise benannt ist, bis zu welchem Wahlgang eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig ist. Sie ist - je nach Interpretation - mindestens bis zum 30. Wahlgang, höchstens bis zum 34. Wahlgang vorgeschrieben. Dann entscheiden die Kardinäle, ob die absolute Mehrheit ausreicht. Sie können auch eine Stichwahl unter den beiden am häufigsten genannten Namen beschließen. Traditionell wird ein Kardinal zum Papst gewählt. Es kann aber auch jemand gewählt werden, der noch nicht die Bischofsweihe hat, die dann aber umgehend vorgenommen werden müsste.

Damit wirklich nichts an die Außenwelt dringt, wird die Sixtinische Kapelle zuvor auf versteckte Mikrofone und elektronische Wanzen durchsucht. Während des Konklaves wohnen die Kardinäle im modern eingerichteten Gästehaus der Heiligen Martha im Vatikan. Sie dürfen weder fernsehen noch Zeitungen lesen, auch Briefe und Telefongespräche sind tabu.

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