Geiseln erlitten Schock
Polizei beendet Geiselnahme

Die Polizei hat am Freitag in Berlin einen Linienbus gestürmt, in dem sich ein bewaffneter Mann nach einem Bankraub verschanzt hatte. Die beiden Geiseln, die zu dem Zeitpunkt noch in dem Bus waren, blieben unverletzt.

Reuters BERLN. Beamte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) schlugen die Scheiben des Busses ein und drangen von mehreren Seiten in den Doppeldecker ein. Die beiden Geiseln seien unverletzt geblieben, sagte ein Polizeisprecher. Der Geiselnehmer sei mit einem Schulterschuss außer Gefecht gesetzt worden. Beim ihm handelt es sich den Angaben zufolge um einen 46-jährigen Berliner, der bereits wegen bewaffneten Raubes zwei Gefängisstrafen verbüßt hat. „Dieser Mann war bereit auf ein Feuergefecht mit der Polizei“, sagte ein Polizeisprecher.

Am frühen Vormittag hatte der 46-jährige mit einem Komplizen eine Commerzbank-Filiale im Stadtteil Steglitz überfallen. Mit einer Beute, die den Angaben zufolge unter 5 000 Euro lag, flüchteten die Männer. Während einer von ihnen flüchtete und am frühen Abend noch gesucht wurde, stieg der andere Bankräuber in einen in einen Doppeldecker-Bus der Linie 185 und entführte ihn. In dem Bus befanden sich nach unbestätigten Berichten zunächst rund 20 Geiseln.

Der gekaperte Bus fuhr zunächst in Richtung Innenstadt. Dem 39-jährigen Busfahrer gelang die Flucht, als der Doppeldecker auf einer Kreuzung im Stadtteil Schöneberg zum Stehen kam. Das Gelände wurde dann in zwei Ringen weiträumig abgesperrt. Mehrere Fahrzeuge standen quer auf der Fahrbahn, um dem Bus die Weiterfahrt zu versperren. Schaulustige und Passanten wurden fern gehalten. Um den Bus gingen SEK-Beamte mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen in Stellung, andere SEK-Beamte standen in einer Gruppe gut sichtbar hinter dem Bus. Aus einer äußerlich völlig ruhigen Situation heraus stürmten die Beamten dann den Bus und beendeten die Geiselnahme. Zu dem Zeitpunkt befanden sich nur noch der Geiselnehmer, die uniformierte Polizeibeamtin und ein weiterer Mann in dem Bus. Den Angaben zufolge stand die Polizei während der Geiselnahme mit dem Täter über Handy in Kontakt. Er habe einen Hubschrauber und einen Fallschirm gefordert, hieß es.

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