Gesundheit
Immer mehr Menschen sterben an Krebs

Die westliche Lebensweise breitet sich in Entwicklungsländern aus – und lässt dort die Zahl der Krebs-Todesfälle steigen. In Deutschland war Krebs 2012 die zweithäufigste Todesursache. Eine Art ist besonders häufig.
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LondonDie Zahl der Krebstoten nimmt weltweit deutlich zu. Wie aus der jüngsten Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht, haben besonders die Todesfälle durch Brustkrebs deutlich zugenommen. Durch den Vormarsch ungesunder westlicher Lebensweisen in den Entwicklungsländern steigt dort die Zahl der Todesfälle an. Insgesamt starben im vergangenen Jahr weltweit 8,2 Millionen Menschen an Krebs - acht Prozent mehr als noch 2008, wie die WHO am Donnerstag mitteilte.

In Deutschland war Krebs nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauferkrankungen. Inzwischen stirbt in Deutschland jeder vierte an einem Krebsleiden.

Aus der neuesten Krebsstatistik der zur WHO gehörenden Internationalen Agentur für die Erforschung von Krebs (IARC) geht hervor, dass 2012 weltweit 522.000 Frauen an Brustkrebs starben. Das sind 14 Prozent mehr als 2008. Bei den Neudiagnosen beträgt der Anstieg mehr als 20 Prozent. „Brustkrebs ist auch eine der Hauptursachen krebsbedingter Todesfälle in den weniger entwickelten Ländern", erklärte David Forman, Leiter der Krebsdaten-Abteilung des IARC. Einer der Gründe ist die Ausbreitung ungesunder westlicher Lebensweisen. Zudem stehen den Menschen dort nicht die gleichen Medikamente und Behandlungsoptionen wie in den Industriestaaten zur Verfügung.

Weltweit erkrankten 2012 geschätzte 14,1 Millionen Menschen an Krebs. 2008 lag die Zahl noch bei 12,7 Millionen. Die Experten der IARC rechnen in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstieg auf rund 19,3 Millionen Menschen im Jahr 2025.

Die Krebsstatistik der WHO zeigt ein deutliches Gefälle zwischen reichen Industriestaaten und Entwicklungsländern: An Krankheiten wie Gebärmutterhalskrebs sterben jedes Jahr in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara Hunderttausende Frauen. In den Industriestaaten dagegen kann die Krankheit durch Impfung vermieden oder nach Früherkennung erfolgreiche bekämpft werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gesundheit: Immer mehr Menschen sterben an Krebs"

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  • Ein paar Hinweise:
    In den letzten Jahrzehnten wurden die Grenzwerte für Cholesterin ständig gesenkt. Vor 40 Jahren lag die Obergrenze für das Gesamtcholesterin bei 300mg/dl. Heute liegt die Grenze bei 200mg/dl und es waren schon Werte von 160mg/dl angedacht. Damit würden auch viele Kinder behandlungsbedürftig werden. Es werden immer mehr Cholesterinsenker (Statine) verschrieben. Das Gehirn besteht hauptsächlich aus Cholesterin. Und es gibt immer mehr Demenzkranke.

    Die Pharmaindustrie weiß wie man Geld verdient: Erst gesunde Leute für krank erklären und schädliche Medikamente verkaufen und dann an die krankgemachten Menschen weitere Medikamente verkaufen.

    Vor 100 Jahren erkrankte 1 von 94 Frauen an Brustkrebs. Heute erkrankt 1 von 9 Frauen an Brustkrebs.
    Nach Wikipedia sind es an Neuerkrankungen pro Jahr 171 Fälle auf 100.000. Lebenserwartung der Frau 82 Jahre. Das macht 100.000 / (171*82) = 7,13. Bedeutet also, dass sogar eine von 7 Frauen im laufe Ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt.

    Man sagt, dass ein Mann irgendwann an Prostatakrebs erkrankt wenn er lang genug lebt. Eine Unterorganisation der WHO hat festgestellt, dass es Prostatakrebs nur dort gibt wo es auch die Industrielle Landwirtschaft gibt.

    Es sterben nicht nur die Bienen, es sterben auch die Menschen.
    Es läuft etwas ganz gewaltig Schief!

  • Würde man die wahren (psychischen-) Ursachen jeder Krankheit berücksichtigen, wäre Krankheit Nebensache. Aber es ist ein x-hundet Mrd. Euro Geschäft, was sie die Pharma / Medizin nicht durch die Lappen gehen lässt.

    Es ist einfach gesund zu sein, aber das beginnt immer im Kopf und jeder Kranke hat seine Krankheit generell selbst verursacht. Aber das verschweigt man besser, wäre mies fürs Geschäft.

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