Griechenland
Gefängnisausbruch per Helikopter

In Griechenland ist am Sonntag zwei Häftlingen ein spektakulärer Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis in der Hafenstadt Piräus gelungen: Sie wurden von einem Hubschrauber ausgeflogen.

HB ATHEN. Der Helikopter landete zum Zeitpunkt des Nachmittagsspazierganges der Häftlinge auf dem Gefängnishof. Wie das griechische staatliche Fernsehen (NET) berichtete, war an der Aktion einer der gefährlichsten griechischen Verbrecher, Nikos Palaiokostas, beteiligt. Er holte seinen Bruder Vassilios, der wegen Raubüberfällen inhaftiert war, sowie einen wegen Mordes verurteilten Albaner aus dem Gefängnis. Bei der Aktion, zu der der Pilot gezwungen worden war, wurde niemand verletzt.

Der seit 16 Jahren von der Polizei für mehrere Banküberfälle gesuchte Nikos Palaiokostas, bekannt als „Das Phantom“, soll Medienberichten zufolge auf dem alten Flughafen von Athen einen Helikopterflug zur Insel Mykonos gebucht haben. Als der Hubschrauber abgehoben hatte, bedrohten er und sein Komplize den Piloten mit einer Pistole und einer Handgranate und zwangen ihn auf dem rund fünf Kilometer entfernten Gefängnishof zu landen. Das Landen und Abheben des Hubschraubers dauerte nur wenige Minuten. Die Wachleute nahmen zunächst an, es handele sich um einen Polizeihubschrauber.

Der Hubschrauber flog anschließend zu einem abgelegenen Friedhof an der Küste im Westen Athens. Dort wurde der Pilot freigelassen. Die am Ausbruch Beteiligten seien anschließend von anderen Komplizen mit Motorrädern abgeholt worden. Von ihnen fehle seitdem jede Spur. In der Region Athen wurde eine Großfahndung eingeleitet.

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