Hilfe angefordert
Heuschrecken-Plage: Uno schlägt in Afrika Alarm

In Westafrika ist nach Uno-Angaben eine Fläche von der Größe Baden-Württembergs von einer Heuschreckenplage befallen. Den betroffenen Ländern Mauretanien, Mali, Niger und Senegal mangele es an Mitteln zur Bekämpfung der Plage, warnte die Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) am Freitag in Rom.

HB ROM. Lediglich ein Viertel des 40 000 Quadratkilometer großen Gebiets sei bisher mit Pestiziden behandelt worden. Noch FAO-Generalsekretär Jacques Diouf rief die internationale Gemeinschaft zu mehr Hilfe auf. Die FAO verfüge derzeit lediglich über 14,7 Millionen Dollar (knapp 12 Millionen Euro) zum Kampf gegen die Heuschrecken. Weitere 40 Millionen seien zugesagt. Es seien aber dringend weitere Hilfen notwendig, um etwa genügend Flugzeuge zum Versprühen von Pestiziden zu starten.

Ein Schwarm, der sich derzeit dem Norden Mauretaniens nähere, habe eine Länge von 70 Kilometern. Heuschrecken hätten bereits den äußersten Süden der Westsahara erreicht sowie die Insel Kap Verden. Bereits kürzlich hatte die FAO Befürchtungen geäußert, ein „erheblicher Teil der Ernte“ in Westafrika sei gefährdet. Heuschreckenschwärme zählen oft mehrere Milliarden Tiere, die sich bis zu 200 Kilometer pro Tag fortbewegen.

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