Hintergründe noch unklar
Bombenattrappe stoppt Papst-Konvoi

Der Autokonvoi von Papst Benedikt XVI. musste am Sonntag auf seinem Weg zum Marienfeld kurzfristig auf eine andere Fahrtroute ausweichen, weil auf der eigentlichen Strecke eine Bombenattrappe gefunden wurde.

HB KÖLN. Wie der Kölner Polizeipräsident Klaus Steffenhagen am Nachmittag sagte, handelte es sich um eine Attrappe in Form einer Batterie mit fingiertem Zünder. Sie sei im Bereich der A 4 gefunden worden. Daraufhin seien andere Straßen gesperrt worden, um für den Papst eine Ausweichroute zu schaffen. Spezialkräfte hätten die Attrappe gesprengt. Über die Hintergründe sei nichts bekannt, hieß es.

Zudem gab es laut Einsatzleiter Dieter Klinger acht Verstöße gegen die Flugbeschränkungen, die am Wochenende über dem Marienfeld - dem Hauptveranstaltungsort - verhängt worden waren. Neben einem Heißluftballon am Samstagabend mussten auch ein Hubschrauber und mehrere Kleinflugzeuge zur Landung aufgefordert werden. Hinter den Verletzungen des Flugverbots habe aber in allen Fällen keine böse Absicht gestanden. Die Piloten müssten dennoch mit einer Anzeige rechnen.

„Das Sicherheitskonzept der Polizei ist aufgegangen“, sagte Polizeipräsident Steffenhagen. Für den Papst habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Bei der Rheinfahrt und den Fahrten durch Köln seien viele Polizeikräfte im Einsatz gewesen und auch verdeckte Spezialkräfte hätten sich unter den Pilgern befunden.

Einsatzleiter Klinger sagte, die Fahrer von Rettungsfahrzeugen hätten sich auf dem Marienfeld zum Teil nur mühsam einen Weg bahnen können. Der Grund sei, dass die Ordner die Wege durch das Gelände nicht frei gehalten hätten. Schwere Verletzungen habe es aber nicht gegeben. Vor allem habe es sich um Schwächeanfälle gehandelt, weil Pilger zu wenig getrunken und gegessen hätten. Auf dem Marienfeld wäre in der Nacht beinahe ein Kind geboren worden. Eine schwangere Frau mit Wehen habe aber noch rechtzeitig in ein Krankenhaus eingeliefert werden können sagte Polizeipräsident Steffenhagen. Dort habe sie eine gesunde Tochter zur Welt gebracht.

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