Hintergrund
Bodensee: Trinkwasserspeicher für Millionen

Der 536 Quadratkilometer große Bodensee ist nicht nur ein beliebtes Freizeitrevier, sondern vor allem Trinkwasserreservoir für rund 4,5 Millionen Menschen in den Anrainerländern. Allein in Baden-Württemberg trinken knapp vier Millionen Menschen aus dem Bodensee.

HB SIPPLINGEN. Der Zweckverband Bodenseewasserversorgung (BWV), dem 179 Kommunen und Verbände angehören, schickt das kostbare Nass durch Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von 1700 Kilometern über Stuttgart und Heilbronn bis in den Norden des Bundeslandes. Insgesamt versorgt der 1954 gegründete Zweckverband BWV 320 Städte und Gemeinden.

Entnommen wird das Wasser aus dem nordwestlichen Teil des Bodensees bei Sipplingen in rund 60 Meter Tiefe. Sechs Pumpen bringen das Wasser mit einer konstanten Temperatur von vier bis fünf Grad auf den rund 300 Meter hohen Sipplinger Berg, wo es gereinigt und aufbereitet wird.

Im laufenden Jahr dürfte sich die BWV-Liefermenge auf 132 Millionen Kubikmeter belaufen nach 135 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr 2004. Im Jahr zuvor mit dem „Jahrhundertsommer“ waren es 140 Millionen Kubikmeter Wasser.

Die Furcht, das Wasser aus dem Bodensee könnte eines Tages versiegen, ist unbegründet. Auch mit der Rekordliefermenge von 531 000 Kubikmetern am 8. August 2003 nutzten die BWV ihr Entnahmerecht nur zu 80 Prozent und holten nie mehr als drei Prozent des durchfließenden Wassers aus dem See.

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