Hunderttausende Besucher erwartet
Queen Mary 2“ kommt nach Hamburg

Zum Besuch des weltgrößten Passagierschiffes „Queen Mary 2“ am Montag in Hamburg werden Hunderttausende Schaulustige erwartet.

HB HAMBURG. „Der Aufenthalt der Queen Mary 2 ist das Event in diesem Sommer“, sagte Guido Neumann von der Hamburg Tourismus GmbH. Er rechnet mit rund 300 000 Zuschauern.

Besichtigt werden kann das rund 870 Millionen Euro teure Flaggschiff der britischen Cunard-Reederei nicht. Schaulustige dürfen nur bis zum äußersten Zaun. „Straßen zum Terminal sind abgesperrt“, sagte Giselher Schultz-Berndt, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH. Schon um 7.00 Uhr beginnt ein Hafenfest mit Schlagern und Chansons, um etwa 22.45 Uhr bildet ein Feuerwerk mit Lasershow den krönenden Abschluss.

Die Queen Mary II ist das größte Meereshotel der Welt. Ein schwimmender Palast, länger als drei Fußballfelder und so hoch wie ein Haus mit 23 Stockwerken. Sie verbindet die alte mit der neuen Welt. Dazwischen liegt der gefährlichste Ozean der Erde, mit bis zu 20 Meter hohen Wellen und Eisbergen. Die Passagiere der Queen Mary II sollen jedoch nichts davon merken. In den sechs Tagen Überfahrt werden sie mit allem verwöhnt, was moderne Hotellerie und Gastronomie zu bieten hat.

Die mit kostbaren Teakhölzern verkleideten Gänge sind so lang, dass man das andere Ende kaum sehen kann. Die Maschinen sind so stark, dass sie eine Großstadt mit 300 000 Einwohnern mit Licht versorgen könnten. Mit 74 Metern ist Queen Mary II höher als die Niagarafälle und mit 345 Metern so lang wie der Eiffelturm hoch ist. An Bord befinden sich unter anderem Ballsäle, Restaurants, ein Theater, eine Sternwarte und fünf Swimmingpools. Um maximal 2620 Passagiere kümmert sich eine Crew von 1254 Mitgliedern. Die Kosten betrugen etwa 650 Millionen Euro.

Während ihrer Bauzeit hieß die "Queen Mary 2", das größte Passagierschiff der Welt, nur "die Queen". Jetzt lautet ihr Beiname "Bloody Mary". Diese Anspielung auf die als blutrünstig verrufene englische Königin Mary Tudor (1516-1558) deutet darauf hin, dass das Traumschiff seine Unschuld schon vor der Jungfernfahrt verloren hat. Bei einem Unfall waren durch den Einsturz einer Landungsbrücke auf der französischen Werft 15 Besucher ums Leben kamen.

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