Hurrikan
Bundeswehr bringt Lebensmittel-Pakete in die USA

Ein weitere Airbus der Bundeswehr ist mit Lebensmitteln für die Hurrikan-Opfer in die USA geschickt worden. Am Sonntagmittag sei eine Maschine mit 15 Tonnen Feldverpflegungspaketen in Richtung Pensacola (US-Bundesstaat Florida) gestartet, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit.

HB BERLIN. Die Landung sei für 17.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) geplant. Bereits am Vortag hatte die Bundeswehr der US-Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA) 10 Tonnen Lebensmittel übergeben, die kurzfristig bei einem Routineflug der Bundeswehr in die USA gebracht worden waren. Die FEMA, die die Weiterverteilung der Ein-Mann- Tagesrationen übernehme, habe diese Lieferungen ausdrücklich begrüßt, hieß es. Entgegen anders lautenden Meldungen habe es auch keinen Widerstand amerikanischer Behörden gegen eine Landegenehmigung für den Bundeswehrflieger gegeben.

Der Koordinator für die Unterstützung der Bundesregierung, Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier, wollte am Sonntagnachmittag mit US-Botschafter William Timken das deutsche Hilfsangebot mit den Bedürfnissen im Katastrophengebiet abgleichen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte am Freitag erklärt, bei Bedarf sollten Impfstoffe, Medikamente und große Mengen von Hilfsgütern in die betroffenen Regionen geliefert werden. Für die Bergung von Opfern, Wasseraufbereitung, Wiederherstellung der Stromversorgung und den Aufbau von Notunterkünften stünden Spezialisten bereit.

Zudem sollte ein Trupp des Technischen Hilfswerks (THW) in die von Hurrikan und Flut verwüsteten US-Südstaaten geschickt werden, um in der Krisenregion die Lage ermitteln, damit die deutsche Hilfe dann ohne Zeitverzug anlaufen kann. Bis zum Sonntagmittag gab es dafür aber noch kein O.K. von amerikanischen Stellen, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte. Die THW-Experten stünden aber zum Abflug bereit.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat indes sieben Experten für Katastrophenlogistik nach Baton Rouge (US-Bundesstaat Louisiana) entsandt. Sie sollen - gemeinsam mit etwa 80 Mitarbeitern internationaler Rot-Kreuz-Organisationen - die Schwesterorganisation in den USA bei der Versorgung der Opfer des Hurrikans mit Unterkunft, Wasser und Nahrungsmitteln unterstützen. „Die deutschen Experten haben Erfahrung aus Katastrophenregionen rund um die Welt und werden zur Verfügung stehen, bis die größte Notlage vorüber ist“, erklärte DRK-Präsident Rudolf Seiters am Sonntag in Berlin. Fünf DRK- Delegierte seien bereits unterwegs nach Loisiana, zwei weitere sollten am Montag in Richtung USA starten.

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