Hurrikan „Gustav“
Zwangsevakuierung von New Orleans angeordnet

Inzwischen sorgt Wirbelsturm „Gustav“ bereits für Windgeschwindigkeiten von mehr als 220 Kilometern in der Stunde und hat in der Nacht zum Sonntag den Golf von Mexiko erreicht. Vor seinem für Montag erwarteten Auftreffen auf die US-Küste ordneten die Behörden die Evakuierung von New Orleans an. Auch ein Großteil der Öl- und Gasproduktion wurde in den betroffenen Gebieten bereits eingestellt.

HB MIAMI/NEW ORLEANS. Mit Windgeschwindigkeiten von rund 220 Kilometern pro Stunde hat der Hurrikan „Gustav“ in der Nacht zum Sonntag den Golf von Mexiko erreicht. Vor seinem für Montag erwarteten Auftreffen auf die US-Küste ordneten die Behörden die Evakuierung von New Orleans an. Die Bewohner der zum großen Teil unter dem Meeresspiegel gelegenen Stadt sollten von Sonntagmorgen (Ortszeit) an ihre Häuser verlassen.

„Das ist die Mutter aller Stürme“, sagte der Bürgermeister der Metropole, Ray Nagin. Den Einwohnern riet er: „Ihr solltet beunruhigt sein, und ihr solltet Eure Hintern in Bewegung setzen und auf der Stelle aus New Orleans verschwinden.“

Schon am Samstag bildeten sich auf den Schnellstraßen aus der Stadt lange Staus. Hunderte Menschen, von denen viele bereits die Verwüstungen durch den Hurrikan „Katrina“ vor drei Jahren miterlebt haben, warteten auf Busse, die sie in Sicherheit bringen sollten.

Meteorologen zufolge könnte „Gustav“ nahe New Orleans mit noch größerer Wucht auf das US-Festland treffen als „Katrina“, bei dem nach Dammbrüchen 80 Prozent der Stadt überflutet worden waren. Die Metropole versank damals im Chaos, Flutopfer mussten tagelang auf den Dächern ihrer Häuser auf Rettung warten.

Entlang der US-Golfküste kamen etwa 1500 Menschen kamen ums Leben. Der Sachschaden belief sich auf 80 Milliarden Dollar. Nach Angaben der Bundesbehörden wurden die Dämme um New Orleans mittlerweile verstärkt, haben aber nahe einigen der am schwersten von „Katrina“ betroffenen Stadtteile noch immer Schwachstellen.

„Gustav“ war am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von rund 240 Kilometern pro Stunde auf den Westen Kubas getroffen. Dort knickte er Bäume um, beschädigte Häuser und zerstörte Bananenplantagen. Mehr als 250.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Über Todesopfer wurde aber nichts bekannt. In der Dominikanischen Republik, Haiti und Jamaika waren in dem Sturm mindestens 86 Menschen ums Leben gekommen.

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