Hurrikan steuert auf US-Südküste zu
Gustav verliert an Kraft

Millionen Menschen an der US-Golfküste sind vor Hurrikan Gustav ins Landesinnere geflohen. Doch die Bewohner der Küstenregion könnten diesmal von verheerenden Schäden verschont bleiben: Gustav hat schon vor dem Auftreffen auf die Küste an Kraft verloren.

dpa NEW ORLEANS. Vorsichtiger Optimismus regt sich in den US-Bundesstaaten Louisana und Mississippi: Zwar hatte der Hurrikan Gustav am frühen Montagmorgen mit heftigen Regenschauern und starkem Wind einen Vorgeschmack seiner Zerstörungskraft gegeben, im Tagesverlauf schwächte sich der Sturm jedoch deutlich ab. Am Nachmittag stuften Meteorologen den Sturm von Stärke drei auf Stärke zwei zurück.

Die Bewohner der US-Südküste haben aus der Hurrikan-Katastrophe vor drei Jahren gelernt, als der Sturm Katrina die Küstenregion verwüstete. Bereits am Samstag waren Hunderttausende ins Landesinnere geflohen. Die Metropole New Orleans gleicht inzwischen einer Geisterstadt. Die Straßen sind leer, die Häuser verbarrikadiert. Nur wenige Hartgesottene sind noch in der Stadt.

In den vergangenen drei Jahren sind neue Deiche angelegt und alte verstärkt worden, um New Orleans zu schützen. Da die Stadt teilweise unter dem Meeresspiegel liegt, ist sie nur schwer vor Überschwemmungen zu sichern. Nach Angaben von US-Heimatschutzminister Michael Chertoff wird das Deichsystem erst von 2011 an einen wirkungsvollen Schutz bieten können.

Auch die Polizei von New Orleans ist inzwischen besser auf den Notstand vorbereitet. Während Katrina tobte, hatten zahlreiche Polizisten ihren Posten verlassen, um ihre Familien zu schützen. Diesmal hatte der Polizeichef allen Uniformierten schon vor einer Woche die Möglichkeit gegeben, ihre Angehörigen vorsorglich in Sicherheit zu bringen.

Ob die bisherigen Maßnahmen ausreichend sind, um Leben und Besitz der Bewohner New Orleans zu schützen, wird sich allerdings erst in den kommenden Tagen zeigen: Wenn Gustav gegangen ist und die Bewohner zurückgekommen sind.

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