Hurrikan „Wilma“
Mexiko will Touristen schnellstens loswerden

Die mexikanische Regierung will tausende nach dem Hurrikan „Wilma“ eingeschlossene Touristen so schnell wie möglich außer Landes in Sicherheit bringen.

HB CANCUN. Wie viele Reisende am Montag teils die vierte Nacht in Folge in ihren Notquartieren fest saßen, war unklar. Ein hochrangiger Behördenvertreter schätzte ihre Zahl jedoch allein im Urlaubszentrum Cancun auf 20.000. In vielen der Behelfsunterkünfte gäbe es kaum ausreichend Nahrung, Wasser und keinen Strom. „Den Leuten geht es zunehmend schlechter. Einige ältere Menschen werden krank“, sagte ein US-Tourist. „Wir müssen hier raus.“

Drei Tage lang hatte der Hurrikan „Wilma“ heftige Sturmböen und Regenschauer über Mexiko hinweggepeitscht und besonders in der Ferienregion Cancun schwere Schäden angerichtet. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben.

Straßen, Häuser und Hotels nahe der Karibikstrände standen unter Wasser. Viele Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Durch die Straßen trieben Schutt und Trümmer. Erste Ausläufer des Hurrikans erreichten am Montagmorgen die Küste des US-Bundesstaates Florida.

In der Stadt Merida, im Westen der Halbinsel Yukatan, sollten Touristen mit Bussen aus ihren Notquartieren abgeholt werden, kündigte Präsident Vicente Fox am späten Sonntagabend nach einem Treffen seines Krisenstabs an. Der Flughafen von Cancun bleibe jedoch noch mindestens zwei weitere Tage geschlossen. Sobald der Verkehr wieder aufgenommen werde, sollten Reisende mit staatseigenen Flugzeugen und Charter-Flugzeugen ausgeflogen werden.

Tui bietet frühere Rückreise an

Der Reiseveranstalter Tui hat unterdessen seinen rund 900 Urlaubern in Mexiko wegen des Wirbelsturmes Wilma eine frühere Rückreise angeboten. Das Unternehmen gehe davon aus, dass alle Urlauber jetzt gerne nach Deutschland zurück wollen, sagte ein Tui-Sprecher am Montag. Dieses werde möglich gemacht. Es sei damit zu rechnen, dass sie frühestens am Dienstag oder Mittwoch wieder in Deutschland seien. Außerdem biete Tui bis einschließlich 9. November keine Flüge nach Yukatan an. Der Flughafen sei geschlossen.

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