ICE-Unfall in Dortmund
Bahnverkehr bleibt eingeschränkt

Nach dem Zugunglück am Dortmunder Hauptbahnhof sind die verunfallten Waggons des entgleisten ICE wieder auf schienen gesetzt worden. Die Räumung macht Fortschritte, dennoch kommt es weiter zu Verkehrsbehinderungen.
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DortmundNach dem ICE-Unfall am Dortmunder Hauptbahnhof sind die beiden schwer beschädigten Wagen mit Kränen wieder auf die Gleise gehoben und abtransportiert worden. Allerdings müssen Reisende weiterhin mit Einschränkungen im Bahnverkehr rechnen.

Der Zugverkehr zwischen dem Dortmunder Hauptbahnhof und Witten war nach wie vor unterbrochen. Daher könnten einige Fernverkehrszüge von und nach Hagen den Dortmunder Hauptbahnhof nicht anfahren und würden umgeleitet, teilte die Bahn am Mittwoch in Düsseldorf mit. Bei den Zügen entfallen zum Teil die planmäßigen Stopps in den Hauptbahnhöfen von Hagen, Wuppertal und Solingen.

Allerdings fahren auch wieder die ersten Fern- und Regionalzüge planmäßig. Der Zugverkehr in Richtung Bochum rolle wie vorgesehen, auch auf den Linien RE1, RE6 und S5, teilte die Deutsche Bahn mit. In der Gegenrichtung müssten Züge weiterhin umgeleitet werden.

Die Ursache für den ICE-Unfall am Montagabend bleibt derweil unklar. Auf dem Weg von Düsseldorf nach Berlin war der Zug kurz vor dem Bahnsteig in Dortmund entgleist. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Die Bundespolizei leitete inzwischen routinemäßig ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen unbekannt ein. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es zum jetzigen Zeitpunkt allerdings keine Hinweise auf einen Eingriff von außen gebe. Wahrscheinlicher sei ein technisches Versagen etwa am Zug selbst oder im Gleisbereich. Experten der Untersuchungsstelle des Bundes für Eisenbahn-Unfälle ermitteln. Mit Ergebnissen ist erst in Wochen oder Monaten zu rechnen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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