Illegaler Tablettenhandel
Deutscher Apotheker belieferte dänische Dealer

Ein Apotheker aus Flensburg hat in den vergangenen Jahren offenbar die dänische Disco-Szene illegal mit Tabletten versorgt.

HB FLENSBURG. Ein 46 Jahre alter Flensburger Apotheker wird des illegalen Medikamentenhandels mit dänischen Drogendealern beschuldigt. Er habe gestanden, in den vergangenen zwei Jahren mindestens 530 000 Tabletten des Beruhigungsmittels Rohypnol für den Schwarzmarkt in der dänischen Discotheken-Szene besorgt zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Flensburg in Schleswig- Holstein mit. Der Apotheker sei den Behörden aufgefallen, weil er das Mittel in ungewöhnlich großen Mengen bestellte.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörde befindet sich der 46-Jährige auf freiem Fuß. Die dänische Polizei habe fünf Drogenhändler in Untersuchungshaft genommen. In Dänemark werde darüber hinaus zurzeit geprüft, ob der Tod von drei jungen Männern in Zusammenhang mit dem illegalen Tablettenhandel stehen könnte. Im Blut der Männer, die in den vergangenen Wochen jeweils nach Drogenkonsum gestorben waren, waren Rohypnol-Rückstände entdeckt worden.

Rohypnol wirkt innerhalb von 30 Minuten. Zermahlene Tabletten können mit anderem Pulver vermischt oder vollständig in Getränken aufgelöst werden. Die Folgen sind Rausch, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, mangelnde Urteilsfähigkeit, Herzschlag-Verlangsamung, Blutdruckabfall sowie Motorik- und Bewusstseinsveränderungen bis zur Bewusstlosigkeit. Die Konsumenten wirken äußerlich wie betrunken.

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