In Bremerhaven
Brennendes Kühlschiff: Feuer nicht unter Kontrolle

Einen Tag nach dem Ausbruch eines Feuers auf einem Kühlfrachter in Bremerhaven hatte die Feuerwehr die Flammen noch nicht unter Kontrolle. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Tage andauern, sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwoch.

HB BREMERHAVEN. Der Brand war am Dienstagnachmittag aus unbekannter Ursache im Trockendock der Lloyd Werft an Bord der 190 Meter langen „Cala Palma“ ausgebrochen. Durch den dichten Qualm, der zeitweise über weite Teile Bremerhavens hinwegzog, erlitten bislang fünf Menschen leichte Rauchvergiftungen.

Am zweiten Einsatztag versuchte die Feuerwehr, ein Übergreifen der Flammen auf den Maschinenraum und die Deckaufbauten im hinteren Bereich des Schiffes zu verhindern. Unterdessen brennt die Isolierung der Kühlräume des Frachters in nahezu voller Ausdehnung. „Wir wissen immer noch nicht genau, welches Material dort brennt“, sagte der Sprecher.

Bislang sei es wegen der großen Hitzeentwicklung mit Temperaturen von bis zu 300 Grad Celsius nicht möglich, direkt an die brennenden Laderäume heranzukommen. „Bei der Hitze würden sogar die Visiere unserer Schutzhelme schmelzen“, sagte der Feuerwehrsprecher. Spezialtrupps sei es bislang nur gelungen, in das Deckshaus und den Maschinenraum vorzudringen.

An den eigentlichen Brandstellen kann die Feuerwehr weiterhin nur die Außenhülle des Frachters mit Wasser kühlen. Weil das Schiff im Trockendock steht, bestünde aber bei einem zu massiven Wassereinsatz die Gefahr, dass das Schiff voller Wasser läuft und im Dock umkippt.

Die „Cala Palma“ ist das erste von vier Kühlschiffen, das auf der Lloyd Werft von 174 auf rund 190 Meter verlängert werden sollen. Der Einbau des knapp 16 Meter langen Mittelstückes war gerade abgeschlossen. Am 21. August sollte die unter italienischer Flagge fahrende „Cala Palma“ Bremerhaven verlassen und im Trockendock Platz für das nächste Schiff machen.

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