Indonesien
Zugunfall fordert elf Menschenleben

Einige Bewohner Jakartas dürften ein Deja Vu erleben: Am Montag fuhr ein Zug in der Metropole in einen Laster. Mindestens sieben Menschen starben, viele weitere wurden verletzt – Erinnerungen an die Katastrophe von 1987.
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JakartaBei einem schweren Zugunglück in der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Ein Pendlerzug raste am Montag in einen Tankwagen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Etwa 60 Menschen seien verletzt worden. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Antara soll der Lastwagenfahrer ein Zugdurchfahrt-Signal ignoriert haben.
Der Unfall ereignete sich zur örtlichen Mittagszeit im Süden Jakartas. Ein orangener Feuerball schoss in den Himmel, kurze Zeit später stieg schwarzer Rauch aus den umgekippten Zugwaggons, wie Augenzeugen berichteten. Zwei Waggons entgleisten bei dem Unfall. Hunderte Passagiere flohen in Panik vom brennenden Zug.
„Meine Position war in der Nähe der Tür, aber ich konnte mich nicht bewegen, weil die Leute über mich trampelten“, berichtete eine Passagierin dem Sender MetroTV. Sie sei erst aus dem Zug gekommen, nachdem Menschen von außen die Scheiben eingeschlagen hätten. „Ich habe viele Opfer mit Verbrennungen gesehen, an den Beinen, den Händen und am Bauch.“
Unklar war zunächst, womit der Tankwagen beladen war. Die Polizei erklärte, es habe sich um Benzin gehandelt. Dagegen sagte eine Sprecherin der Bahngesellschaft, der Lastwagen habe Flüssiggas geladen gehabt.
Der Unfall ereignete sich nicht weit von der Stelle, an der im Jahr 1987 beim Zusammenstoß zweier Züge 156 Menschen ums Leben gekommen waren.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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