Internationale Riesling-Renaissance
Rotweine sind weiter sehr gefragt

Auf den Weinbergen ist in diesem Jahr nach Einschätzung der deutschen Prädikatsweingüter (VDP) ein „klassischer deutscher Jahrgang“ herangereift.

HB WALLHAUSEN. „Der langsame Reifungsprozess wird 2004 das Fruchtaroma fördern und gut balancierte Weine liefern“, sagte der VDP-Präsident Michael Prinz zu Salm-Salm in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Wallhausen an der Nahe. Dies bedeute, dass Säure, Süße und Alkohol sich ideal ergänzten. „Die große Hitze im vergangenen Jahr 2003 wirkte auf den Wein wie ein Schnellkochtopf - dies hat die Säure vermindert“, erklärte der Winzer. Der Jahrgang in Deutschland glich im vergangenen Jahr daher eher südeuropäischen Weinen. Da in der Vegetationsperiode 2004 die Witterung wieder für deutsche Breitengrade „normaler“ war, sei die Säure stabiler und es werde auch wieder größere Mengen geben. „Bisher haben wir allerbeste Voraussetzungen für einen guten Jahrgang“, sagte Prinz zu Salm-Salm.

Neben den klassischen deutschen Weißweinsorten wie Riesling und Silvaner sind nach den Worten des Weinexperten nach wie vor Rotweine sehr gefragt. „Die Menschen erkennen zunehmend, dass auch bei uns gute Rotweine wachsen, etwa Burgunder“. Beim Kenntnisreichtum für Rotweinanbau holten die deutschen Winzer immer mehr auf. Weltweit gesehen erlebe derzeit der deutsche Riesling eine Renaissance. „Unter anderem die Amerikaner sehen, dass Deutschland Weine hat, die niemand in der Welt kopieren kann.“

Im Verband der Deutschen Prädikats- und Qualitätsweingüter sind derzeit rund 200 Winzer organisiert. Ihr Mitglieder erzeugen ihre Weine nach strengeren Richtlinien, als vom Deutschen Weingesetz vorgeschrieben und verpflichten sich, regelmäßige Betriebkontrollen zuzulassen. Die Weingüter im Verband repräsentieren etwa vier Prozent der deutschen Weinanbaufläche.

>>> www.vdp.de

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