Iris Berben wird 65
Ulknudel, Sexbombe, Charakterkopf

Kaum eine Schauspielerin ist so wandlungsfähig wie Iris Berben. Doch ihren Namen setzt sie nicht nur im Show-Geschäft ein. Am Mittwoch feiert sie ihren 65. Geburtstag und bleibt auch heute noch eine Ausnahmeerscheinung.
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BerlinUlknudel, Sexbombe, Charakterkopf – kaum eine Schauspielerin in Deutschland trägt so vielen Etiketten wie Iris Berben. Ob Vietnam oder Südafrika, als Bertha Krupp, Cosima Wagner oder wie demnächst als Schlittschuh laufende Kanzlerin – für Film und Fernsehen ist Berben um den Globus gereist und in Dutzende Rollen geschlüpft.

Ihre Ausstrahlung trug sie mit Tipps für Frauen zu Markte, für Erotik-Magazine ließ sie sich fotografieren. Berben, die am Mittwoch (12. August) 65 Jahre alt wird, hat für deutsche Verhältnisse eine ungewöhnliche Karriere.

Bei einer Interviewrunde in Berlin zu ihrem neuen Fernsehfilm „Die Eisläuferin“ (16. September, 20.15 Uhr in der ARD), lässt sich Berben auch nach drei Stunden nicht aus der Ruhe bringen. Sie antwortet geduldig jede Frage, vermittelt das Gefühl absoluter Teilnahme, lässt sich Zeit mit den Antworten. Berben ist alles andere als eine Diva.

Auch als sich ihr Hund, der 14-jährige Jack-Russell-Rüde Paul, gefährlich in einem Balkongitter verfängt, bleibt Berben cool. „Der sucht nur Aufmerksamkeit.“ Den „wiedergeborenen Buster Keaton“ hat sie ihren Vierbeiner einmal genannt.

Von der Comedy-Serie „Sketchup“, die mittlerweile Kult ist, bis zu den Manns – Berbens Karriere führt durch das deutsche Showgeschäft der vergangenen Jahrzehnte. Sie startete als Schauspielerin im Avantgarde-Kino Ende der 1960er. Mehr als 100 Filme hat die Tochter eines Gastronomen-Ehepaars aus Detmold gedreht, einen Bambi, den Grimme-Preis und ein Bundesverdienstkreuz bekommen.

Dreimal flog sie von der Schule, schmiss das Abitur, dann entdeckte sie ihre Berufung und suchte als Schauspielschülerin in Hamburg den Kontakt zur Kunst- und Filmszene. Mit 18 debütierte sie in Rudolf Thomes „Detektive“, später folgten weitere Filmrollen, darunter in Sergio Corbuccis Italo-Western „Lasst uns töten, Compañeros!“.

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