Kalifornien
Buschfeuer außer Kontrolle

Die Behörden fürchten, dass sich zwei seit Tagen brennende Großfeuer vereinen. Die Brände finden nach einer längeren Dürreperiode gute Bedingungen. Das Feuer hat bereits etwa 17 000 Hektar Land zerstört.

HB LOS ANGELES. Die Buschbrände in Kalifornien haben ein solches Ausmaß angenommen, dass Gouverneur Arnold Schwarzenegger am Donnerstag den Notstand für den Kreis San Bernardino ausgerufen hat. Dort könnten sich zwei seit Tagen brennende Großfeuer vereinen und damit eine sehr kritische Lage verursachen, befürchten die Behörden. Die Brände finden nach einer längeren Dürreperiode sehr gute Bedingungen: Heißen Wüstenwind, geringe Luftfeuchtigkeit und ausgedörrte Pflanzen.

Ein Feuer hat nördlich von Palm Springs bereits mehr als 16.000 Hektar Land in eine schwarze qualmende Fläche verwandelt. Fast 100 Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Es wird befürchtet, dass das Feuer ein Waldgebiet im San Bernadino National Forest erreicht, wo mehr als 80 Prozent der Bäume wegen eines Insektenbefalls tot und damit trocken sind. „Wenn es dort zu brennen beginnt, ist es kaum noch zu stoppen“, sagte eine Sprecherin der Forstverwaltung Kaliforniens.

Ebenso dramatisch wäre die Vereinigung mit einem zweiten Feuer auf 810 Hektar Land in der Nähe. Dies würde dem Feuer einen immensen Schub geben, sagte die Sprecherin und fügte hinzu: „Die Lage ist sehr kritisch.“ In dem Gebiet herrschen Temperaturen von 38 Grad Celsius, eine Luftfeuchtigkeit von unter 20 Prozent sowie heiße Wüstenwinde. „Alles was hier brennt - Bäume, Sträucher - alles ist sehr trocken“, sagte die Forstsprecherin.

In fünf Siedlungen laufen bereits Zwangsevakuierungen. Anderen Bürgern wurde empfohlen, sich in Sicherheit zu bringen. Im Evakuierungsgebiet liegt auch die Touristenattraktion Pioneertown. Die Stadt diente seit den 50er Jahren mehrfach als Kulisse für Western-Filme.

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