Kampf gegen die Flut
Erstmals leicht sinkende Pegel in Magdeburg

Hoffnungsschimmer für die Stadt Magdeburg: Der Pegel ist am Sonntagnachmittag erstmals leicht gesunken. Doch die Lage bleibt angespannt, die Deiche können immer noch brechen.
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Magdeburg/BerlinDer Höhepunkt der Elbeflut hat Magdeburg möglicherweise passiert. Am späten Sonntagnachmittag sank der Pegel um rund zwei Zentimeter, wie das Landesamt für Hochwasserschutz mitteilte. Für Prognosen sei es aber noch zu früh. Der Leiter des Katastrophenstabes der Stadt, Holger Platz, sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Ich denke, es spricht auch einiges dafür, dass wir jetzt den Scheitel erreicht haben.“ Dies sei aber noch kein Befreiungsschlag. Deiche könnten auch bei sinkenden Pegelständen noch brechen. „Man kann keine Entwarnung geben, noch nicht.“

Die Stadt hatte zuvor entschieden, Stadtteile östlich der Elbe und angrenzende Vororte mit 23.000 Bewohnern räumen zu lassen. Es müsse noch tagelange mit einem hohen Druck auf die aufgeweichten Deiche gerechnet werden, hieß es zur Begründung.

Die Lage in den Hochwassergebieten im Osten Deutschlands hatte sich in der Nacht zum Sonntag weiter zugespitzt. Vor allem in Magdeburg und Wittenberge sehen viele Menschen den kommenden Stunden mit Anspannung entgegen - eine ungewisse Zeit zwischen Hoffen und Bangen. Zusätzliche Verunsicherung bringt eine Drohung mit Anschlägen auf durchgeweichte Dämme mit sich. Die Behörden in Sachsen-Anhalt verstärken daher ihre Kontrollen im Hochwassergebiet.

„Wir nehmen das in der jetzigen Situation ernst“, sagte Landesinnenminister Holger Stahlknecht am Sonntag im MDR. Die Deiche würden aus der Luft und am Boden stärker überwacht. Die Drohung stammt demnach von einer Gruppe, die sich „Germanophobe Flutbrigade“ nennt. Ein entsprechendes Schreiben sei auch im Internet veröffentlicht worden.

Bundespräsident Joachim Gauck hat die Deutschen währenddessen zu noch mehr Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe aufgerufen. Bei einem Besuch in der vom Hochwasser schwer geschädigten Stadt Halle in Sachsen-Anhalt zeigte er sich am Sonntag zugleich zuversichtlich für den Wiederaufbau. „Dass wir es wieder packen, das haben wir auch bei der Flut 2002 bewiesen“, sagte Gauck. Auch jetzt werden sich seiner Ansicht nach erneut viele Menschen in Deutschland von der Hilfsbereitschaft anstecken lassen und ihren Geldbeutel öffnen. „Deutschland ist ein solidarisches Land“, sagte der Bundespräsident.

Ein umkämpfter Damm am Zusammenfluss von Saale und Elbe war am Morgen gebrochen. Rund 150 verbliebene Menschen im Raum Groß Rosenburg, Breitenhagen, Lödderitz und Sachsendorf auf, sollten sofort in höhere Gebiete zu flüchten. Betroffen von der Räumung ist ein Gebiet von mehreren Quadratkilometern an der Mündung der Saale in die Elbe südlich von Magdeburg. Dort waren am Wochenende die Hochwasser-Scheitel beider Flüsse zusammengeprallt.

Nach einer neuen Prognose könnte in Magdeburg ein Spitzenstand des Pegels an der Strombrücke von 7,50 Metern erreicht werden, teilte der Krisenstab der Landesregierung mit. Ursprünglich war mit einem Wert von 7,20 Meter gerechnet worden. Beim Hochwasser 2002 waren es dort 6,72 Meter. Am Morgen sperrte die Deutsche Bahn eine Elbbrücke, wovon die Strecke zwischen Hannover-Leipzig und auch der Regionalverkehr betroffen sind. Intercity-Züge von und nach Hannover beginnen und enden in Magdeburg.

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  • mal gut, dass wir hochbezahlte beamte haben die es zu entscheiden haben, wann wasser wo übertritt :-))

  • Die AfD ist doch längst von Beamten unterwandert, der Oberbeamte ist Lucke. Ebenso wie die PIRATEN, deren Chef ein Oberbeamter aus dem BW- Ministerium ist.

    So werden wir diese Beamtendiktatur nie los. Wir müssen uns schon die Mühe machen, die sich damals die tapferen Bürger in der DDR gemacht haben: Methode Montags- Demos wie in der Ex- DDR.

    WIR SIND DAS VOLK

    Jetzt aber haben wir es mit der DDR 2.0 zu tun, der Merkel – BRD.

    Deshalb treffen wir uns nicht mehr in Leipzig, sondern mitten in BERLIN.
    Ab jetzt REGELTERMIN jeden MONTAG in BERLIN am PARISER PLATZ – neben dem Brandenburger Tor – ab 16 Uhr. Und jetzt rasch über Twitter und Facebook verbreiten, dann wird auch dies ein Erfolg.

    W I R SIND DAS V O L K

    Dann wollen wir doch mal sehen, ob das VOLK nicht doch noch was zu sagen hat.

  • @Bundesrepublik_Schilda
    "Und die AfD hat den Hochwasserschutz ja auch ausdrücklich in ihr Parteiprogramm geschrieben."

    Falsch - die haben genau deshalb direkte Demokratie und Volksabstimmungen reingeschrieben.
    Sie können dann selber darüber abstimmen, ob Sie Milchseen oder Hochwasser bevorzugen.

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