Katastrophenalarm
Wassermassen bedrohen Brandenburg

Die Hochwassersituation im Osten Deutschlands ist angespannt. In Südbrandenburg verschärfte sich die Situation deutlich. Im Landkreis Elbe-Elster wurde Katastrophenalarm ausgelöst. An Schwarzer Elster und Pulsnitz wurden nach Angaben des Potsdamer Innenministeriums Deiche überströmt.
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HB BERLIN. Hochwasser-Alarmstufen galten auch an Neiße, Spree und mittlerer Elbe. In Sachsen und Sachsen-Anhalt hingegen entspannte sich die Lage etwas, die Wassermassen gingen aber nur langsam zurück.

Der Cottbuser Regionalleiter des Landesumweltamts, Wolfgang Genehr, bezeichnete die Situation in Brandenburg als "äußerst kritisch". Die Pegelstände an der Schwarzen Elster lägen mittlerweile 30 Zentimeter über der höchsten Warnstufe 4. "Wir stehen Oberkante Unterlippe", sagte Genehr. Das Landesumweltamt werde den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz empfehlen, Teile der Städte Elsterwerda und Bad Liebenwerda zu evakuieren. Für weite Abschnitte der Schwarzen Elster und der Pulsnitz galt die höchste Hochwasser-Alarmstufe 4. Die Pegel auf der Elster stiegen im Laufe des Tages weiter an.

In Sachsen hingegen entspannte sich die Hochwasserlage langsam. Im Landkreis Meißen galt zwar nach wie vor Katastrophenalarm, wie die zuständigen Behörden mitteilten. Für den Landkreis Görlitz war die entsprechende Warnung am Vormittag aber aufgehoben worden. In Kleinraschütz zog sich das Wasser jedoch kaum zurück. Häuser standen unter Wasser. In Radeburg drohte eines von zwei Rückhaltebecken überzulaufen.

In der Stadt Görlitz war am Morgen der Katastrophenalarm aufgehoben worden. "Die Situation im Landkreis hat sich deutlich beruhigt", teilte der Katastrophenstab mit. Die Talsperre Quitzdorf bei Niesky sei allerdings nach wie vor randvoll. Der Abfluss werde dort automatisch geregelt. "Wir haben keinen Einfluss darauf", sagte eine Sprecherin. Fünf Gemeinden am Unterlauf waren betroffen. Es wurden Straßen und Keller überflutet.

Die Hochwasserlage im südlichen Sachsen-Anhalt entspannte sich ebenfalls nur teilweise. "Die Pegelstände im Kabelsketal gehen langsam zurück", teilte eine Sprecherin der zuständigen Behörde mit.

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