Kaum Medienreaktionen
Argentinier gelassen wegen „Gaucho“-Affäre

In Deutschland wird noch über für und wider der WM-Feier debattiert, in Argentinien wundert man sich eher über das mediale Echo hierzulande. Die Kritik in deutschen Medien stößt dort auf Unverständnis.
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São Paulo„Gauchogate“ ? Gauchoskandal? In den argentinischen Medien wird der umstrittene Gaucho-Tanz bei der Siegesfeier als das interpretiert, als ein Sturm im Wasserglas: Ein „Skandal“ der deutschen Medien. Eher überrascht als empört über die Polemik zitieren die führenden Tageszeitungen „El Clarín“ und La Nación“ die Kritiken in den deutschen Medien aus Tagesspiegel, Spiegel und FAZ. Doch die Artikel über den Siegestanz von Götze & Co. am Brandenburger Tor erscheinen unter ferner liefen und die Journalisten enthalten sich weitgehend der Kommentare. Als der bekannte Radiomoderator Victor Hugo Morales die Deutschen als „ekelerregenden Nazis“ bezeichnete, wurde er sofort von seinen Kollegen kräftig kritisiert. Auch der kurzzeitig anschwellende Shitstorm im Netz hat sich inzwischen wieder gelegt. Es scheint also, dass der „Gaucho-Skandal“ vor allem zwischen Frankfurt und Berlin stattfindet.

Alexander Busch
Alexander Busch
Handelsblatt / Korrespondent Südamerika

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