"Kaution entspricht einem Wochenende in Las Vegas"
Hohe Kaution für Michael Jackson bleibt

Michael Jacksons festgelegte Kaution von drei Millionen Dollar wird nicht reduziert wie Jacksons neuer Anwalt gefordert hatte. Ein Richter in Los Angeles hat eine niedrigere Summe für den wegen Kindermissbrauchs angezeigten Popstar abgelehnt.

HB LOS ANGELES. Richter Rodney Melville erklärte, die Summe sei angesichts der Vermögenslage des Popstars gerechtfertigt. Nach US-Medienberichten vom Montag entschied der Richter im kalifornischen Santa Maria bereits am Freitag, dass der Millionenbetrag dem Sänger zuzumuten sei. Es müsse sichergestellt werden, dass der Angeklagte zu künftigen Gerichtsterminen erscheine.

Die Kaution war nach der Festnahme Jacksons im November wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs festgelegt worden. Seine Anwälte hatte damals keinen Einspruch erhoben. Jacksons neuer Anwalt Thomas Mesereau, der den Fall im April übernahm, forderte jedoch, die Summe auf höchstens 435 000 Dollar zu reduzieren. Er verwies auf das karitative Engagement Jacksons und dessen Verbindung zum Bezirk Santa Barabara, wo der Prozess stattfindet. Außerdem sei der Sänger nicht vorbestraft.

Die Staatsanwaltschaft hat erklärt, Jackson könnte fliehen, wenn seine Kaution reduziert werde. Der stellvertretende Staatsanwalt Ron Zonen sagte, die Kaution entspreche der Summe, „die Jackson an einem Wochenende in Las Vegas ausgeben würde“.

Der 45-jährige Popsänger muss sich in zehn Punkten wegen Kindesmissbrauchs, versuchter Erpressung und Entführung verantworten. Jackson bekannte sich bei der Verlesung der neuen Anklage Anfang Mai „nicht schuldig“. Nach Meinung von Rechtsexperten drohen dem einstigen Superstar bei einer Verurteilung bis zu 29 Jahre Gefängnis. Jackson soll einen 13-jährigen krebskranken Jungen im Februar und März 2003 sexuell missbraucht und mit Alkohol gefügig gemacht haben.

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