Keine böse Absicht
Berliner Betonfußbälle sollten Kunstaktion sein

Die Betonfußbälle, an denen sich vor wenigen Tagen drei Menschen verletzten, hat eine österreichische Künstlergruppe zu verantworten. Die Passanten waren einer Aufforderung am Boden gefolgt und traten gegen die Bälle. Zwei Gruppenmitgliedern wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

HB BERLIN. Die 16 Objekte seien „weder als Gefahrenquelle noch als Fallen beabsichtigt“ gewesen, teilte die „Mediengruppe LM/LN“ am Donnerstag mit. Die aus Österreich stammenden Künstler bedauerten, dass es zu Verletzungen gekommen sei. Die Aktion sollte ein Massenphänomen in Beton gegossen symbolisieren.

Zwei 26 und 29 Jahre alte Gruppenmitglieder waren vorläufig festgenommen worden. Vorgeworfen werden ihnen gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Der Anwalt der Gruppe wies die Vorwürfe zurück. Die an Plätzen in Berlin-Mitte, -Friedrichshain und -Kreuzberg verteilten Objekte seien „als Kunstwerke markiert“ und teils an Wänden installiert worden.

Dabei waren die mit Beton gefüllten Bälle mit einer Kette versehen worden, auf den Boden wurde mit Leuchtfarbe der Schriftzug gesprüht: „Can you kick it?“ („Kannst Du ihn schießen?“). Drei Passanten hatten sich verletzt, als sie gegen die 10 bis 15 Kilogramm schweren Bälle traten. Die Polizei hatte neun Objekte sichergestellt, die übrigen sieben wurden vermutlich von Kunstfreunden mitgenommen.

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