Knobloch zu „Mein Kampf“
„Nie wieder auf legalem Wege in die Köpfe“

Die bayrische Staatsregierung will auch in Zukunft „Mein Kampf“ unter Verschluss halten, auch wenn das Urheberrecht bald ausläuft. Die frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland begrüßt diese Haltung.
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MünchenDie frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, begrüßt die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung, Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ unter Verschluss zu halten. „Hitlers Machwerk ist von Hass und Menschenverachtung durchdrungen und erfüllt Experten zufolge den Tatbestand der Volksverhetzung“, sagte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern am Mittwoch.

Die Staatsregierung tue gut daran, eine Veröffentlichung in Deutschland nicht hinzunehmen. „'Mein Kampf' ist eine der übelsten Hetzschriften, die in diesem Land je verfasst worden ist. Das Buch hat schon zu viel Schaden angerichtet. Mag es auch im Ausland erhältlich sein, in Deutschland darf sich dieser Text nie wieder auf legalem Wege in die Hände und Köpfe der Menschen schleichen.“

Die bayerische Staatsregierung will das Buch unter Verschluss halten, auch wenn die Urheberrechte, die der Freistaat als Rechtenachfolger hält, mit dem Jahr 2015 auslaufen. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte am Dienstag überraschend erklärt, dass auch eine kritische, kommentierte Ausgabe, an der das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) seit Jahren arbeitet und die von der Staatsregierung mit einer halben Million Euro finanziert wurde, nicht erscheinen solle.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Knobloch zu „Mein Kampf“: „Nie wieder auf legalem Wege in die Köpfe“"

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  • [...] Das Buch kann man sich als pdf file aus dem Internet herunterladen - die Originalfassung. Hier geht es mal wieder um politische Symbolik, genauer um Gehorsamsfetichismus. [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Unglaublich, hier werden Bücher verboten. Die Räte sollten mal drüber nachdenken, warum man sie verbieten sollte.

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