Kopfgeld auf Facebook-Gründer
20 Dollar Prämie für private Zuckerberg-Fotos

Hetzjagd oder probates Mittel? Ein US-Blog will Mark Zuckerberg mit seinen eigenen Waffen schlagen: absolute Öffentlichkeit. Wer private Fotos oder Videos des Facebook-Gründers einschickt, wird finanziell belohnt.
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DüsseldorfDen Auftakt macht ein Bild von Mark Zuckerberg in schwarzem Pulli, neben ihm seine frisch angetraute Frau Priscilla Chan, ebenfalls schwarz gekleidet, vor dem Vatikan. Sie beide sind derzeit in Italien in den Flitterwochen. Zuckerberg fotografiert gerade eine Touristin – und ein anderer Tourist ihn. Dieser Urlauber hat für den Schnappschuss von Zuckerberg 20 US-Dollar kassiert, gezahlt vom US-Techblog Gizmodo.

Unter dem Titel „Summer of Zuck“ rufen die Blogger dazu auf, Zuckerbergs Logik und Geschäftsmodell der totalen Transparenz, mit der er die Datensammelwut seines Unternehmens rechtfertigt, ad absurdum zu führen. Bei dem Schnappschuss soll laut dem Einsender Tipster eine Touristin Zuckerberg gefragt haben, ob er ein Foto von ihr mache.

„Von Ihnen?“ soll Zuckerberg überrascht geantwortet haben, da er erwartet hatte, die Frau wolle ein Bild von ihm haben. Die hatte ihn aber offensichtlich gar nicht erkannt

„Für jemanden, der nicht an die Privatsphäre glaubt, schirmt sich Mark Zuckerberg furchtbar ab“, begründet Mat Honan in dem Blog die Aktion. Die eigene Hochzeit habe Zuckerberg selbst vor den eigenen Freunden geheim gehalten. Honan ruft dazu auf, die vom Facebook-Gründer proklamierte „Teile alles“-Mentalität auf ihn selbst anzuwenden.

Auch, obwohl Zuckerberg ohnehin stets die Papparazzi auf den Fersen sind und der breiten Öffentlichkeit bereits Einblicke der Zuckerberg’schen Flitterwochen: Wie es ihm am Geldautomaten misslang, Geld zu ziehen oder wie er in einem Restaurant für angeblich 32 Euro aß und dem Kellner kein Trinkgeld gab.

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20 Dollar Prämie für private Zuckerberg-Fotos

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„So verrückt wie dumm“

Kommentare zu " Kopfgeld auf Facebook-Gründer: 20 Dollar Prämie für private Zuckerberg-Fotos"

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  • @Jan-Theo

    Zuckerberg ist doch freiwillig auf öffentlichen Straßen. Grundsätzlich ist der öffentliche Raum auch nur ein "freiwilliges Netzwerk" (Infrastruktur), und niemand ist gezwungen, sich dort aufzuhalten und zu bewegen.
    Er könnte ja schließlich auch zu Hause oder in seinem Büro bleiben.

  • Der kleine Unterschied: bei Facebook stellen die Blödies "Ihre" Krimskramsgeschichtchen, die die Welt bewegen, selbst rein.
    La Methode Zuckerberg erkennt man viel besser an den Datenschutzrichtlinien von FB: Da erkennt man Zuckerberg viel besser als an irgendwelchen blöden Fotos von ihm oder über ihn.

    Aber wen interessieren bei über 900.000.000 Usern irgendwelche juristischen Spitzfindigkeiten mit denen Zuckerberg seine "Ware" voll am Sack hat?

  • @Jan-Theo

    "Man muss zwischen Internet und echtem Leben unterscheiden."

    Echtes Leben ohne Internet wird immer schwieriger werden. Der technische Fortschritt in der netzbasierten mobilen Kommunikation ist nicht aufzuhalten. Und wir sind erst am Anfang.

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